Vilser Feuerwehr feiert am Wochenende ihr 125-jähriges Jubiläum

125 Jahre Dienst am Nächsten

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Verschiedene Feuerwehren aus Österreich und Deutschland nehmen am Wochenende am Festzug zu Ehren der Vilser Feuerwehr teil.

Vils – Als sich 1889 achtzig Gründungsmitglieder zusammentaten und die Feuerwehr in Vils ins Leben riefen, hatten sie „nicht eitle Ruhmsucht, nicht niedrige Gewinnsucht oder das Verlangen nach sinnlichen Freuden und Genüssen im Sinn”. So steht es in der Gründungsurkunde vom 9. April 1889.

„Denn nicht durch weise Reden, nicht durch wohlgemeinte Ratschläge, sondern durch rechtzeitige, erfolgreiche Hilfe in den Stunden der Gefahr erfüllen wir die Mahnung der Religion, Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Lediglich zu diesem Zwecke wünschen wir, dass unsere freiwillige Feuerwehr immer mehr wachse und gedeihe“, steht im ersten Protokoll des damaligen Kommandanten Josef Fink. 

Mit einem Festgottesdienst beim Floriansbrunnen in der Stadtgasse begann am Wochenende 125 Jahre später der Festtag der Vilser Feuerwehr zusammen mit Kameraden aus dem Bezirk sowie Pfronten-Steinach und Füssen. Pfarrer Rupert Bader stellte den Feuerwehr-Wahlspruch „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“ in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Freiwillig stellen sich hier Menschen unter Einsatz von Freizeit und Gesundheit zur Verfügung, um das Leben in der Gemeinde sicherer zu machen – das ist wahre Nächstenliebe“, frohlockte er.

 Beim anschließenden Festakt im Feuerwehrhaus, musikalisch umrahmt von der Bürgermusikkapelle, konnte Kommandant Ronny Winkler unter anderen auch den stellvertretenden Tiroler Landeshauptmann Josef Geisler als prominenten Gast begrüßen. In seinem Querschnitt durch die Feuerwehrgeschichte zog er eine durchweg positive Bilanz über die 125 Jahre des Bestehens der Vilser Wehr. „Sicher gab es immer wieder ein Auf und Ab, aber an Ende wurde immer wieder das Wohl der Bevölkerung in den Fokus der Aufgaben gestellt.“ 

84 Aktive 

Derzeit absolvieren 84 aktive Mitglieder ihren Dienst, „die auch in Zukunft ohne Unterschied ihre Kraft und ihr Können zum Wohl der Bevölkerung zur Verfügung stellen“. In ihren Dankadressen, allen voran Bürgermeister Günter Keller und stellvertretender Landeshauptmann Geisler, hoben die Redner das freiwillige ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer hervor. Ohne sie wäre die Gesellschaft um einiges ärmer und auch gefährdeter. Deshalb sei es mehr als wichtig, dieser Blaulichtorganisation den Stellenwert zukommen zu lassen, den sie verdient hat. 

Dank von Berktold 

Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Berktold dankte der Vilser Feuerwehr in seinem Grußwort für das stets rasche und kompetente Handeln im Rahmen der Einsätze der Wehr. Dies gelte für den Brandschutz ebenso wie bei technischen Einsätzen, betonte Bezirkskommandant Berktold.

Uwe Claus

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