Großes Werk geschaffen

Mit einer nach den Worten von Otto Erd „für mich vollkommen überraschenden“, weil großen Feierlichkeit haben jüngst 70 Besucher in einem eigens dafür aufgebauten Festzelt im Garten des Bezirkskrankenhauses Reutte in Ehenbichl den Altbürgermeister von Vils sowie Obmann des Krankenhauses aus diesem Amt verabschiedet.

So gestand Erd bei der Abschiedsfeier mit deutlicher Rührung in seiner Stimme frank und frei: „Mit so etwas habe ich nicht gerechnet, deswegen hat es mich sehr gefreut, dass ihr alle zu meinen Ehren hergekommen seid.“ Kein Wunder, befanden sich unter diesen allen doch nicht nur Erds Nachfolger als Krankenhausobmann, Lechaschaus Bürgermeister Aurel Schmidhofer, sowie der Verwaltungsdirektor des Hauses, Dr. Dietmar Baron, und der ärztliche Direktor, Dr. Eugen Ladner, sondern auch die Landtagsabgeordnete Sonja Ledl und sogar der Landeshauptmann von Tirol, Günther Platter. Bei kühlen Außentemperaturen heizten eine Abordnung der Landesmusikschule Reutte sowie die schließlich einmarschierende Bürgermeisterkapelle die Stimmung im Festzelt jedoch schnell an, so dass die anschließenden Festredner quasi gut aufgewärmt ihre vielen und ausschließlichen Lobesworte für Erd vortragen konnten. Wie etwa Schmidhofer, der dabei den Anfang machte und Erd für all seine Verdienste dankte sowie richtiggehend pathetisch betonte: „Es ist ein Glück, dass du geboren wurdest. Wir hätten dich sonst sehr vermisst.“ Von der Bedeutung seiner Worte beinahe in dieselbe Kerbe schlug aber auch Dr. Baron, der Erds Credo lobte, das diesen stets „die Interessen der Menschen“ im Vordergrund habe stehen lassen. Zudem sei es Erd nach Meinung Barons bei seinem 17 Jahre dauernden Engagement als Obmann des Bezirkskrankenhauses Reutte und Pflegeheims Ehrenberg „immer wieder gelungen, Gegensätze zu überbrücken.“ Die Landtagsabgeordnete Ledl hob gleichfalls besonders Erds Hauptanliegen hervor, dass es ihm bei all seinen Tätigkeiten „immer um die Menschen“ gegangen sei. Demgemäß habe er mit seinen Leistungen „große Fußstapfen hinterlassen.“ Gar seine „riesige Freude, dass ich hier dabei sein kann“, unterstrich schließlich Landeshauptmann Platter. Und so stellte er vor allem „das große Anliegen Erds, dass in den Bereichen Pflege und Gesundheit etwas weitergeht“, sehr lobend heraus, während er außerdem den „enormen Einsatz von Erd“ als äußerst positiv erwähnte. Seinen „besonderen Res- pekt und Anerkennung“ Erd gegenüber brachte Platter dann wohl auch durchaus gebührend mit der Feststellung zum Ausdruck: „Ein großes Werk hast du hier geschaffen.“

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

"Irgendjemand steuert das"

Füssen – Die erste Sitzung des Stadtrates hat noch nicht einmal stattgefunden, da erlebt die Stadtpolitik bereits ihren ersten Eklat im neuen Jahr.
"Irgendjemand steuert das"

Die "Talschlampe" und der "Cousin"

Füssen – Ob Schweizer Militärfahrrad, XL-Mountainbike oder Bergabrad: Bei ihrer eintägigen Schau haben Hannes Zacherl und Albert Müller, Betreiber …
Die "Talschlampe" und der "Cousin"

Kommentare