Der Grüntensee feiert 50. Geburtstag

Schnell bringt die Wasserwacht den „Verunglückten“ ans Ufer und beeindruckt damit die Zuschauer. Foto: jl

Nicht nur das Wetter strahlte am vorvergangenem Freitag, als die Bürgermeister Eberhard Jehle aus Wertach und Theo Haslach aus Oy-Mittelberg die Feier zum 50. Geburtstag des Grüntensees eröffneten. Der stellvertretende Landrat Anton Klotz, Michael Lucke, Geschäftsführer der AÜW, sowie Karl Schindele, Amtsleiter des Wasserwirtschaftsamtes Kempten, überbrachten Geburtstagsgrüße und vergaßen dabei nicht auf die Bedeutung des Stausees hinzuweisen. In seiner Geschichte habe er nicht nur das Hochwasser in Zaum gehalten, sondern damit bereits seit fünf Jahrzehnten für ökologischen Strom aus Wasserkraft gesorgt.

Die Bürgermeister appellierten aber auch an die anwesende Politikvertreter, die Gemeinden langfristig nicht alleine auf den Reinigungskosten der durch Schlick, Schotter und Hölzer verunreinigten Wertach und ihrer Nebenflüsse sitzen zu lassen. Der Bau des Stausees war zwar ein Eingriff in die Natur, die sei aber zurückgekehrt und habe ein Naherholungsgebiet geschaffen, in dem sich sogar der Biber an den Ufern des Sees wieder niedergelassen hat. Ein ausgestopftes Exemplar bewunderten die Versammelten und konnten sein Fell streicheln. Nach der Eröffnung ließen sich Interessierte über die Technik des Kraftwerks und die Stromgewinnung durch Wasserkraft aufklären. Die beiden zuständigen Turbinen sind ebenso alt, wie der See selbst. Eine Neuanschaffung wird in absehbarer Zeit nicht notwendig sein, denn Wartung und Überholung finden turnusmäßig alle 15 Jahre statt. Nächster Check wird 2015 sein. Auch die jüngsten Gäste hatten hier ihren Spaß. Sie konnten Schatzangeln und Wasserräder selbst bauen. Auf dem Weg zum „Schleusenwärter“, der per moderner Computersteuerung das Wasser durch die Schleusen tosen ließ, bestaunten die Gäste die von der Feuerwehr Haslach aufgereihten Raritäten: Neben einer alten Feuerwehrleiter war ihr Fuhrpark aufgestellt. Bis zum Jahr 1991 wurden die Feuer in umliegenden Gemeinden mit Traktoren Baujahr 1950 und älter gelöscht. Der aktuelle Löschwagen wurde Anfang der neunziger Jahre gekauft und hatte da schon 35 Dienstjahre auf den Rädern. Noch heute werden in einigen Gemeinden Brände mit von Traktoren gezogenen Löschwagen bekämpft. Denn manchmal kommen moderne Fahrzeuge nicht an den Brandort heran. Kletterwald, Schminken und mehr Im Kletterwald beim Seehaus stellten Besucher fast jeden Alters ihre Kletterkünste in teils schwindelnden Höhen unter Beweis. Oder sie ließen sich am Rand des Piratenfestes gruselige Gesichter schminken. Auch über die Pflege und Nachhaltigkeit der heimischen Natur informierte der Landschaftspflegeverband die Besucher. Erholung von den gewonnenen Eindrücken stellte sich beim Oktoberfest im Buron-Kinderparadies ein. Während sich die Kinder auf den Spielgeräten tummelten, nahmen Jugendliche an der bayerischen Olympiade in den Disziplinen Nägel-Einhämmern, Ballwerfen und „Maßkrug-Stemmen“ teil. Andere entspannten sich bei bayerischen Weisen und aufmunternd-frechen Sprüchen des „Fünfar Gschpann‘s“. Neben der Fischergilde konnten die Besucher auch die Wasserwacht besuchen. Die beeindruckte die Besucher mit drei Rettungsaktionen und brachten sie mit circa 50 km/h ans andere Ufer. Wer mindestens sechs Stationen besucht hatte, konnte an der Tombola teilnehmen. Die Gewinner werden Ende Oktober auf www.wertach.de bekannt gegeben.

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