Große Abiturfeier

Ungeahnte Freiheiten

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Voller Freude: 76 Schüler des Gymnasiums Füssen freuen sich über ihre Abiturzeugnisse.

Füssen – Alexandra Böcking, Teresa Erd, Annabella Lutz, Judith Braselmann dürfte einem beruflichen Erfolg kaum etwas im Wege stehen, wenn es für die jungen Leute auch in Zukunft so weiter geht, wie in den vergangenen Jahren am Gymnasium Füssen.

Dort haben die fünf Gymnasiasten mit den besten Durchschnittsnoten – alle haben eine eins vor dem Komma – ihr Abitur abgeschlossen. Mit ihnen feierten aber auch 71 weitere Jugendliche in der Aula des Gymnasiums ihren erfolgreichen Schulabschluss. Dazu gratulierte nicht nur Schulleiter Anton Wiedemann.

Von der Big Band des Füssener Gymnasiums musikalisch eröffnet, stand die Ausgabe der 76 Abiturzeugnisse durch Wiedemann und die Oberstufenkoordinatorin Gudrun Biebach im Mittelpunkt der Abifeier in der vergangenen Woche. Schließlich wurden die Abiturienten alle einzeln in alphabetischer Reihenfolge auf das Podium gerufen, wo ihnen jeweils der Applaus der zahlreichen Besucher des Festakts zuteil wurde.

Den eigenen Weg gehen

 Da hatte Direktor Wiedemann den Schülern bereits gratuliert und gesagt, dass ihnen von nun an „ungeahnte Freiheiten mit Blick auf die Zukunft“ eröffnet würden.

Das Ende der Schulzeit sei denn auch „ein ganz wichtiger Moment“, den es zu feiern gelte, nachdem „zwölf Jahre Schule und manchmal mehr“ hinter den jungen Leuten lägen. „Ein Mensch muss lernen, was zu lernen ist und dann seinen eigenen Weg gehen“, betonte Wiedemann mit einem Zitat des Komponisten Georg Friedrich Händel aber auch, dass der Abiturabschluss nicht das Ende allen Lernens im Leben bedeute.

Deswegen erklärte er, dass es ohne neues Lernen nicht möglich sei, seinen eigenen Weg zu gehen. „Nun kann man die Weichen dahingehend stellen, ob es ein guter oder ein schwieriger Weg wird“, sagte er in Richtung der Abiturienten und fügte an: „Sie haben die Verantwortung und Verpflichtung, ihre Talente einzubringen.“

Ratschläge fürs Leben

Oberstufenkoordinatorin Gudrun Biebach gratulierte den Füssener Abiturienten gleichfalls und machte dabei deutlich, dass es zuweilen schwierig gewesen sei, „euch gerecht zu beurteilen“.

Auf Gedanken des Theologen und Philosophen Thomas von Aquin bezugnehmend, schrieb sie den 76 jungen Leuten sozusagen ins Stammbuch, dass sie sich immer für Gerechtigkeit einsetzen mögen. „Ich wünsche euch, dass Ihr nicht selbstgerecht werdet und barmherzig seid“, sagte sie. Währenddessen wünschten sich Teresa Erd und Nele Böing bei ihren Abschiedsworten vonseiten der Schüler, „dass jeder seinen Weg geht.“

Zuvor hatten sie ihre Freude über das bestande Abitur mit den Worten zum Ausdruck gebracht: „Endlich haben wir es geschafft!“ Außer den besten Abiturienten des Jahrgangs wurde eine stattliche Anzahl von Schülern von Caroline Ritter vom Elternbeirat schließlich auch für ihr soziales Engagement ausgezeichnet.

lex

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