"Hell, farbig, gut riechend"

Nach sieben Monaten Bauzeit steht den Hohenschwangauer Gymnasiasten mehr Platz zum Lernen zur Verfügung. Sieben neue Klassenzimmer sind durch Aufstockung des Neubaus entstanden, auch ein neuer Computersaal. Bei einer kleinen Feier mit Schülern und Lehrern wurde der Erweiterungsbau seiner Bestimmung übergeben.

Das Gymnasium Hohen-schwangau platzt mit seinen aktuell über 800 Schülern und 70 Lehrern aus den Nähten. Diese Entwicklung war schon vor vielen Jahren prognostiziert worden, seitdem setzt sich die Ostallgäuer Landtagsabgeord-nete Angelika Schorer für die Erweiterung der seit mehr als 50 Jahren bestehenden Schule ein. Nach der Planung und Freigabe der Finanzmittel hatte man vergangenes Jahr an Pfingsten begonnen, den dem alten Schulhaus angegliederten Neubau aufzustocken. Dabei wurde eine Etage auf den bestehenden Bau aufgesetzt, der zweistöckige Verbindungsgang neu gebaut. Wo früher die Musik ihre Heimat hatte, gehört dieser Bereich ab dem neuen Schuljahr fast zur Gänze den Kollegiaten und Abiturienten, die nun nicht mehr wandern müssten, so Schulleiter Peter Däxle. Dank des Wohnheims habe man während der Bauarbeiten auch hierhin ausweichen können, so Däxle weiter. Das hier in die Bildung der Jugend investierte Geld sei ein sicheres Kapital. Neben den sieben Klassenzimmern zu je 25 Plätzen zieht auch die Bücherei wieder ins Untergeschoss, die beiden neuen Musiksäle ziehen dagegen in den Altbau um. Im Neubau entsteht dadurch ein PC-Saal mit 30 Arbeitsplätzen. Dabei konnte mit der Bausumme von 1,4 Millionen Euro der Bau nicht nur funktional und räumlich verbessert sondern auch energetisch saniert werden, wie die Gäste, darunter Angelika Schorer und Landrat Johann Fleschhut sowie die drei früheren Schulleiter, Alfred Wintergerst, Manfred Klein und Eduard Weber von der Vertreterin des staatlichen Hochbauamtes, Cornelia Bodenstab, erfuhren. Man habe aber mit dem Gymnasium auch einen sehr engagierten Partner, so Bodenstab, die bereits die nächsten Vorhaben nannte: die Sanierung des Wohnheim-Altbaus, der Turnhallen und der Mensa. Bernhard Butz, beim Kultusministerium für die Finanzierung verantwortlich, hatte an die seinerzeit prognostizierten steigenden Schülerzahlen erinnert, denen nun Rechnung getragen wurde. Schließlich sei die Schule neben dem Elternhaus der Ort, wo die Kinder die meiste Zeit verbrächten, ihre Bildungs-grundlagen erhielten und ihre sozialen und gesellschaftliche Fähigkeiten entwickelten. Nun sei eine spürbare Verbes-serung der Platzsituation eingetreten. Was auch bereits die Schüler entdeckt haben: die hellen, farbigen und „gut riechenden“ Klassenzimmer seien wirklich gut zum Lernen, erfuhr Peter Däxle von einigen Sechstklässlern.

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