Das "A(lb)Traumpaar" ziehen Beziehungen durch den Kakao

Sigrid Kraus und Walter Sirch nehmen die Folgen der Emanzipation im „Schlossbrauhaus“ in Schwangau kabarettistisch aufs Korn. Foto: Berndt

Schwangau - Eine altbekannte Weisheit hat das „A(lb)- Traumpaar“ Sigrid Kraus und Walter Sirch in seinem jüngsten Stück „Vo nix kommt nix“ in Angriff genommen. Mit ihrem eineinhalb Stunden langem Programm brachten sie kürzlich im „Schlossbrauhaus“ in Schwangau etwa 60 Zuschauer zum Lachen.

Im tiefsten Allgäuer Dialekt und in altbewährter Manier unternahmen Kraus und Sirch dabei eine Reise durch die Probleme und Verständigungsschwierigkeiten von Mann und Frau, sei es in der Ehe oder in sonstigen Beziehungen. So parodierte das A(lb)Traumpaar zum Beispiel zwei Nachbarn, die sich das Leben leidenschaftlich gern gegenseitig schwer machen. Regelmäßig streiten und malträtieren sie sich, wenn sie etwa am Samstagmorgen um sieben Uhr den Rasen mäht und er ihr dafür „den schönsten Zweig vom Zwetschgenbaum“ abschneidet, der aus ihrem Garten in sein Grundstück hineinwächst. Darüber hinaus zogen Sirch und Kraus ihre eigenen Landsleute durch den Kakao, als sie sich darauf einigten, dass „der normale Allgäuer“ damit zufrieden sei, „wenn er einmal im Jahr zur Festwoche, alle vier Jahre zum Oktoberfest und ab und zu zu einer Demonstration gegen den Milchpreis gehen kann“. In erster Linie männliche Lacher auf seiner Seite hatte Sirch mit seiner Erklärung, dass er gar nicht verstehe, „warum die Weiber heutzutage als Damen angesprochen werden wollen“, denn schließlich heiße es ja immer noch „weiblich und nicht dämlich.“ Da passte es auch gut ins Bild, dass sich das „A(lb)Traumpaar“ zudem über die Folgen der Emanzipation von Mann und Frau lustig machte, indem Sirch unterstrich: „Heute unterhalten sich Frauen über Fußball und die Männer tauschen Kochrezepte aus.“ Oder, dadurch, dass Sirch, nachdem er Kraus die Fußsohlen massiert hatte, in Tränen ausbrach, weil sie den Hochzeitstag vergessen hatte. Allerdings durfte Sirch dann auch mal ganz den Macho vom Land raushängen lassen. So sagte er in der Rolle eines Bauern, der eine Frau sucht, dass die möglichst große Hände und einen kleinen Magen haben solle, „damit sie viel arbeiten kann und wenig isst. lex

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