Felsschlag, Erdrutsch und volle Keller

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Durch den vielen Regen kam es bei Rieden an der B16 zu einem Erdrutsch, der die halbe Straße verschüttete. Foto: Köhntopp

Ostallgäu – Überflutete Flüsse, vollgelaufene Keller und Murenabgänge – die Einsatzkräfte hatten wegen des heftigen Regens am Wochenende viel zu tun. Rund 300 Mal mussten sie laut Polizei im Gebiet des Präsidiums Schwaben Süd/ West ausrücken. Relativ glimpflich kam dabei das südliche Ostallgäu weg.

Da die Aufstauung des Forggensees am Mittwoch abgebrochen wurde, konnte der See die Wassermassen des Lechs aufnehmen. Dadurch musste die Feuerwehr in Füssen nur einen Keller abpumpen, berichten die Beamten. 

Zu einem Murenabgang kam es jedoch am Sonntag im Bereich der B16 bei Rieden. Der verschüttete dabei die Hälfte der Fahrbahn und riss einen Baum um. Ein Lkw–Fahrer konnte nicht mehr ausweichen, fuhr in den verschütteten Bereich und prallte gegen den Baum. Der Fahrer überstand den Unfall unverletzt. 

In Pfronten trat die Faule Ach über die Ufer und überschwemmte die angrenzenden Wiesen. Deshalb musste der Fuß- und Radweg im Berger Moos gesperrt werden und die Feuerwehr musste Wassser aus einem Keller pumpen. Sonst gab es aber keine „größeren Hochwasserschäden”, so die Polizei. Nachdem der Pegel der Vils in der Nacht auf Sonntag seinen Höchststand von 2,35 Meter erreicht hatte, fiel er wieder. Kritisch wäre es ab einem Stand von 2,80 Meter geworden. 

Vermutlich der starke Regen löste am Freitag in der sogenannten Kaminkurve in Füssen einen Felsbrocken aus der Wand, der auf das Auto einer 61-jährigen Frau stürzte, die mit ihren beiden Enkelinnen in Richtung Stadtmitte unterwegs war. Der Felsbrocken, von rund 20 Zentimetern Durchmesser, schlug auf der Windschutzscheibe auf, durchbrach sie aber nicht. Dadurch erschrak die 61-Jährige jedoch so sehr, dass sie in die Felswand fuhr. Verletzt wurde niemand, am Auto entstand Totalschaden. kk

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