Hörnerschlitten brettern ins Tal

Das Siegerteam bei den Herren, „Hornados Sulzberg”, fährt beim 28. Schalenggen-Rennen ins Ziel.

„Ja, prima“, strahlte Hanne Allgayer, die Vorsitzende des Kappeler Schalenggar-Vereins, nachdem das Team „Oma's Föhla“ rasant den Berg heruntergekommen ist. Wieder einmal waren ihre Enkelin Marcella Sauer und Clara Geiger am Faschingssamstag die schnellsten Damen beim 28. Schalenggen-Rennen in Pfronten-Kappel. Bei den Herren gewann das Team „Hornados Sulzberg“, mit Erwin Feneberg und Anton Mayr, in nur 46,39 Sekunden.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten am Faschingssamstag um zwölf Uhr die ersten Hörnerschlitten. Das Schirmherrenteam mit Philipp Trenkle als Fahrer und Josef Zeislmeier als Helfer eröffneten den Reigen des Spektakels. Sie hatten in nur 55,67 Sekunden die gut 1000 Metern lange Strecke mit 200 Meter Höhenunterschied zurückgelegt. Das bescherte ihnen nicht nur viel Applaus von den begeisterten Besuchern, sondern auch den fünften Platz von insgesamt 151 im Ziel angekommenen Konkurrenten. Die Pistengaudi, die aus einer landwirtschaftlichen Tradition entstanden ist, war für viele Gäste etwas völlig Unbekanntes. So meinte ein Rheinländer, der das Spektakel zum ersten Mal verfolgte: „Da gehört schon viel Mut dazu, auf einem so starren Gefährt mit stellenweise über 80 Stundenkilometer die Bahn runter zu fahren“. Durch den vielen Schnee konnte die Bahn gut präpariert werden. Zudem sorgte das Team Hanne Allgayer und Reinhard Gschwend, der die Ansage übernommen hatte, für gute Laune bei den Zuschauern. Für einige Fahrerteams gestaltete sich die Fahrt mit der Schalengge doch als ein tückisches Abenteuer. Während das Team mit den Pfarrern Bernd Leumann und Thomas Weinmeir ohne große Blessuren und mit himmlischem Beistand gut unten ankam, machte das Team Gemeinderat mit Dr. Otto Randel und Teresa Schmölz Bekanntschaft mit dem Schnee. Zwei Mal brachten sie ihr Gefährt wieder in Stellung und passierten „ganz in Weiß“ das Ziel. Tagessieger bei den Herren wurde das Team „Hornados Sulzberg“ mit Feneberg und Mayr. Bei den Damen gewann die Mannschaft „Oma´s Föhla“mit Sauer und Geiger. Allerdings erhielten alle Teilnehmer einen Pokal. Bei heftigeren Blessuren waren die Helfer des Roten Kreuzes zur Stelle. Zudem zeigten die Originaler wie früher die Schalenggen mit Holz oder Heu beladen ins Tal transportiert wurden.

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