Hohe Auszeichnung

Josef Köberle (links) erhält Ordensurkunde von Finanzstaatssekretät Franz-Josef Pschierer. Foto: StMF

Bundesverdienstkreuz am Bande für den ehemaligen Bürgermeister Josef Köberle aus Nesselwang „Eine Anerkennung Ihres engagierten außergewöhnlichen Einsatzes“ - Mit diesen Worten hat Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer die Ordensinsignien des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den ehemaligen Bürgermeister Josef Köberle aus Nesselwang ausgehändigt. Pschierer gratulierte bei der Feierstunde im Bayerischen Finanzministerium in München am Mittwoch vergangener Woche dem Geehrten zu dieser vom Bundespräsidenten verliehenen Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl.

Köberle wurde, wie Pschierer in seiner Laudatio würdigte, 1972 in den Gemeinderat von Nesselwang gewählt und habe sich schon damals über das übliche Maß hinaus und uneigennützig für das Wohl der örtlichen Gemeinschaft eingesetzt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit beim Vermessungsamt Immenstadt im Allgäu war er von 1984 bis 1996 ehrenamtlicher zweiter Bürgermeister von Nesselwang. Unermüdlich trug er zum Entstehen von Wohnbaugebieten im „Einheimischenmodell“ bei, führte aber auch mit großem Geschick die Verhandlungen für die Ausweisung von Gewerbegebieten. Der Bau des Gewerbegebiets „Obere Wank“ in geradezu idealer Lage sei hauptsächlich ihm zu verdanken. Im Jahr 1996 wurde der Geehrte zum hauptberuflichen ersten Bürgermeister gewählt und vertrat den Markt Nesselwang bis 2008. Zu den herausragenden Projekten während seiner Amtszeit gehörten die Neueröffnung des Alpspitz-Bade-Centers im Jahr 1998 und Städtebauförderungsmaßnahmen zur Ortskernsanierung. Um die Chancen einer aktiven Bürgergesellschaft zu nutzen, hat Köberle den Prozess „Lebenswertes Nesselwang - unsere Zukunft gemeinsam gestalten“ ins Leben gerufen und mit großem Einsatz vorangetrieben. Besonders am Herzen lagen ihm der Bau einer Reithalle und eines Reiterhofes. Darüber hinaus habe Köberle seine „soziale Ader“ mit der Übernahme mehrerer Pflegschaften unter Beweis gestellt. Ab Mai 1996 übernahm er den Vorsitz des kleinen Verwaltungsausschusses der Heilig-Geist-Stiftung, deren Zweck der Betrieb eines Altenheimes ist. Auch hier sorgte er vorbildlich für die Generalsanierung und Erweiterung zum Senioren- und Pflegeheim sowie für eine den Bedürfnissen der älteren Mitbürger angepasste Pflege und Verwaltungsorganisation. Im wirtschaftlichen Bereich hat er sich als Vorsitzender des Beirates der Alpspitzbahn Nesselwang maßgeblich an Projekten wie der Beschneiung und Beleuchtung großer Teile der Skiabfahrten als tourismusfördernde Maßnahmen beteiligt. Von 1998 bis 2007 gehörte er dem Vorstand der Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung an. Ab Januar 2005 war Köberle zweiter Vorsitzender des Zweckverbandes Allgäuer Land, eines Zusammenschlusses von zehn Ostallgäuer Kommunen zur Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit und zur Steigerung der wirtschaftlichen und kulturellen Attraktivität des Verbandsgebiets, hob Pschierer hervor.

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