Hold und Henze hängen sich rein

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UWE CLAUS, Füssen – „Herz war Trumpf“ am vergangenen Samstag bei der Gala im Festspielhaus in Füssen, veranstaltet vom Allgäuer Hilfsfonds. Dabei hatten sich alle Mitwirkenden in den Dienst der guten Sache gestellt. Stargäste waren Fernsehrichter Alexander Hold und Sternekoch Christian Henze, die als Auktionatoren versuchten, gestiftete Bilder meistbietend zu versteigern. Leider war im Vorfeld die Werbetrommel besonders in und um Füssen augenscheinlich zu wenig gerührt worden, denn man sah nur wenige Einheimische auf dieser Benefizveranstaltung. Für die musikalische Umrahmung sorgte die „Trauchberger Stubnmusik“ aus Trauchgau. Motor der Aktion ist Andrea Lutzenberger, die sich mit ihrem Team auch an diesem Tag wieder einmal voll einbrachte. Dies brachte auch der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser (CSU) als Vorsitzender bei seiner Begrüßung der Gäste, unter ihnen auch sein Amtskollege, der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut (FW), zum Ausdruck. Er dankte „Lutzi“ für ihr eigennütziges Engagement im Dienst für den Nächsten. Ein Höhepunkt war eine beeindruckende Modenschau mit gut aufgelegten Models, präsentiert von Gloria Grey, einer Künstlerin aus München, die sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. Der Appell an Allgäuer Künstlerinnen und Künstler, Bilder für eine Versteigerungsaktion zur Verfügung zu stellen, waren nicht unverhallt geblieben und so hatten 32 Kunstschaffende mitgemacht und ihre Werke für den guten Zweck zur Verfügung gestellt. Den beiden populären Allgäuer Stars Alexander Hold und Christian Henze war es vorbehalten, diese Kunstwerke unter den Hammer zu bringen. Zögerliche Bieter Und es war ein zähes Handwerk, denn die rund 200 Zuschauer im Festspielhaus waren nur schwer dazu zu motivieren, ihren Geldbeutel für den guten Zweck zu öffnen. Selbst persönliche Angebote wie Alexander Holds versprechen „ich trage in das Bild persönlich nach Hause" oder Christians Henzes Zusage für „ein kostenloses Essen für die ganze Familie" hatten nicht unbedingt den durchschlagenden Erfolg. Aber trotz allem brachten die beiden Auktionatoren einige Bilder doch noch an den Mann. Höhepunkte waren dabei die Erlöse für die Bilder der Künstlers Friedrich Hechelmann aus Isny mit 8000 Euro und Kilian Lipp aus Hindelang, das 2400 Euro erzielte. Bei ebay geht es weiter Initiatorin Andrea Lutzenberger strahlte am Ende der Veranstaltung: „Wir waren sehr zufrieden und können vorläufig 25000 Euro an den Hilfsfonds übergeben.“ Einige Bilder, so Lutzenberger, sollen nun über ebay einen Käufer finden. Wer unter der Artikelsuche „Herzlichesallgaeu“ beziehungsweise „herzliches allgaeu“ eingibt, wird dot fünfig. „Es wäre toll, wenn wir auf diesem Weg noch möglichst viele Bilder für die gute Sache versteigern könnten", erklärte die Organisatorin. Der Allgäuer Hilfsfonds hat sich im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten Hilfsorganisationen der Region entwickelt. Er unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, mit einer schweren Erkrankung kämpfen oder auf andere Weise von einem Schicksal getroffen wurden, das sie aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Unbürokratisch und schnell, still und effektiv will der Fonds in Einzelfällen dort einspringen, wo etwa Sozialämter, Arbeitsagentur und Krankenkassen an ihre Grenzen stoßen. Seit seinem Bestehen hat der Allgäuer Hilfsfonds in einer Vielzahl von Fällen Unterstützung in Form von Geld- und Sachleistungen von mehreren Hunderttausend Euro zur Verfügung gestellt.

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