Bodenmüller löst Kreisle im Vorstand des Hospizvereins ab

Die Bilder der kleinen Künstler wurden recht ungewöhnlich präsentiert, manche liegend am Boden, andere an die Wand gelehnt. Foto: cf

Füssen – In der Jahresversammlung des Hospizvereins Südliches Ostallgäu wurde vor kurzem Ellen Bodenmüller in das Vorstandsteam gewählt. Sie ist die Nachfolgerin von Manfred Kreisle, der sich als Kassenwart zurückzieht, weil er mittlerweile in Kempten wohnt. 

Die Vorsitzende Brigitte Engelhard-Lechner sagte eingangs, dass sie sich freue, die Versammlung dort zu leiten, wo der Verein jetzt sein Büro hat: im Bürgerspital. „Nach dem Umzug aus Füssen-West fühlen wir uns hier wohl.“ Auf der Wunschliste des Vereins im nun schon siebten Jahr steht neben Sachen für Küche und Begegnungszimmer „auch ein neuer Computer“, so Engelhard-Lechner. Sie dankte für „die große Bereitschaft uns weiter finanziell zu unterstützen“. Fast 12.000 Euro Spendengelder verbuchte der Verein im Geschäftsjahr 2013. Der Hospizverein ist nach sieben Jahren auf über 220 Mitglieder angewachsen. Ein Viererteam führt ihn ehrenamtlich, den ein Beirat unterstützt. Kandidatin Bodenmüller schloss, wie sie berichtete, ein Betriebswirtschaftstudium  an die Ausbildung als Hotelkauffrau an. „Sie ist für das Ehrenamt gut qualifiziert“, unterstrich ihr Vorgänger Kreisle, dessen Kassenbericht „eine rote Null“ ergab. 

Mit jeweils 55.000 Euro hielten sich laut Kreisle Einnahmen und Ausgaben die Waage. Es müsse aber von einem Verlust bis zu 10.000 Euro für 2014 ausgegangen werden, weil der Verein die Ausbildung von Hospizbegleitern verstärke. Das sei eine wichtige Investition in die Zukunft des Hospizvereins, dem er als Mitglied treu bleibe, so Kreisle. Er wies auf die „beruhigenden Rücklagen in der Kasse“ hin. Das „solide wirtschaftliche Fundament“ des Vereins bestätigte anschließend der Kassenprüfer Lothar Schaffrath. Nach dem mit Christoph Huber erstellten Bericht wurde die Vorstandschaft entlastet. Das Votum fiel hier einstimmig aus. 

Aus dem Bericht der Vorsitzenden ging hervor, dass im Verein 152 Frauen, 57 Männer und 14 Institutionen Mitglieder sind. Darunter sind 23 Hospizbegleiter. Geleistet wurden 53 Begleitungen. „16 Begleitungen werden weiter geführt“, erläuterte Engelhard-Lechner. Wie die Vorsitzende sowie Stellvertreterin Ute Zwerger erklärten, sei es das Ziel, dem Verein „weitere regionale Räume zu erschließen. Es gibt auf der Ostallgäu-Karte noch einige weißen Flecken.“ Darunter sind Buching und Tauchgau. Bekannt sollte zudem werden, „dass wir qualifizierte Kinderhospizarbeit leisten“, so Zwerger. Der Verein werde im Sommer eine zweite Koordinatorin einstellen. Die wachsenden Anfragen machten diesen Schritt zu einer Entlastung der Angestellten Jutta Schäfer notwendig. 

Gegen Ende der Versammlung, die zwei Stunden dauerte und von Harfenklängen begleitet wurde, überreichte Kreisle in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Sparkasse der Vorsitzenden einen 1000-Euro-Scheck, „den wir außerhalb unser Spendenreihe ausgestellt haben.“ Im Namen der niedergelassenen Ärzte dankte nicht zuletzt Dr. Heiko Thiele für die „geleistete wertvolle Arbeit“ durch Zuhören und Zuwendung am Bett von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. cf

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Kommentare