"Huamhaus" eröffnet

„Daumen hoch" für ein erreichtes Ziel – Obmann Gerd Kipping, übrigens ein gebürtiger Hamburger, vor dem neuen Gramaiser Heimatmuseum. Foto: ed

Sie sind ein verschworener Haufen: Obmann Gerd Kipping zusammen mit Dieter Seifert, Richard Singer und Dorfchronist Werner Friedle, Gerhard Wolf und Roland Schädle. Vor zehn Jahren hatten sie den Museumsverein in Gramais, einem Ort mit nur 50 Einwohnern in einem Seitental des Lechtals, gegründet. Und nicht nur dieses Ereignis galt es zu feiern, sondern auch die Eröffnung des Heimatmuseums „Huamhaus", das nach rund dreijähriger intensiver Arbeit seine Pforten öffnete.

Und die Museumsfreunde waren am Wochenende nicht alleine beim Feiern. Die örtliche Bergwacht hatte ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum und so wurde auch dieses gleich in einem „Aufwasch" mitgefeiert. Im Rahmen eines gemeinsamen Gottesdienstes wurde beider Daten gedacht und Pfarrer Dr. Otto Walch (Steeg), zusammen mit Diakon Otto Falch (Häselgehr), erwähnte in seiner Predigt auf der einen Seite die Freude am Erhalten, „was unsere Väter uns hinterlassen haben" durch die Museumsleute. Auf der anderen Seite dankte er den „Bergwächtern und Bergwächterinnen" für ihr Bemühen, die Natur für die Nachwelt zu erhalten und dafür zu sorgen, „dass nicht alles ausgerottet wird". Chronist Werner Friedle, zugleich Einsatzstellenleiter der Bergwacht, markierte einige Daten über deren fünf Jahrzehnte als „Mädchen für alles", angefangen von der Betreuung der Ruhebänke über die Teilnahme an Funkübungen und der Montage von Hinweistafeln bis zur Instandhaltung der Wanderwege. „Wir von der BW sorgen für die Erhaltung unserer schönen Heimat, andere sorgen für die Erhaltung und Bewahrung alten Kulturgutes" leitete er auf das zweite „Geburtstagskind" Museumsverein über. Deren Obmann Gerd Kipping konnte die Freude nicht verhehlen, mit dem „Huamhaus“ an seinem Standort „am Plunger" ein wichtiges Ziel des Museumsvereins erreicht zu haben. Viele vergessene Dinge Auf rund 150 Quadratmetern Ausstellungsfläche finden viele längst vergessene Dinge wie Butterfass, Kleidungsstücke sowie Gebrauchsgegenstände aus Haushalt und Handwerk und Landwirtschaft Platz. In den zehn Jahren des Bestehens wurden rund 700 Objekte gesammelt und hergerichtet. „Hier wurde ein Blickfang und eine Bereicherung für die ganze Gemeinde geschaffen", lobte Bürgermeister Michael Fasser. Er sprach beiden Institutionen seinen Respekt für das Geleistete aus und lud alle zu einer „deftigen Schlachtschüssel" im Herbst ein.

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