Füssen wird zur Partymeile

Barbara Buchberger (v.l.) und Lisa Hambrecht begeisterten beim Stadtfest das Publikum. Foto: nis

Füssen – Pünktlich um 17 Uhr hat Füssens Tourismus-Direktor Stefan Fredlmeier am vergangenen Samstag das diesjährige Stadtfest eröffnet. Zuvor hatte er die anwesende Politprominenz, wie Dr. Beate Merk, Bayerns Justizministerin, auf die Bühne am Stadtbrunnen geholt und begrüßt.

Ursula Lax, Vize-Bürgermeisterin der Stadt Füssen, gelang es im Anschluss aber nicht, das erste Stadtfest-Bierfass anzustechen. Zwar schlug sie mehrmals auf den Hahn, gab aber auf, als ein Plastikstück am Zapfhahn abbrach und von der Bühne flog. „Früher waren die Zapfhähne noch aus Eisen. Manch Altes, das sich bewährt hat, sollte man besser nicht austauschen“, mahnte sie anschließend ins Mikrofon. Danach sorgten viele Bands für gute Stimmung in der Altstadt.

„Vucceria“ aus Italien verzauberte am Franziskanerplatz, während am Schrannenplatz „Pop & Soul mit Barbara Buchberger & Lisa Hambrecht“ und ihren drei Musikern für Gänsehaut sorgten und „Vivid Curtis“ die Allgäuer Antwort auf Simon & Garfunkel gab. Im Sonnengarten folgten auf „Los Chicos“ mit ihren lateinamerikanischen Rhythmen „Mom Bee“ mit Soul und Funk. „Lucky Charms“, die schon beim BBQ-Kulturfest überzeugten und „Fiddlers Fare“ versetzten beim Olivenbauer die Kemptener Straße in bayerisch-irische Stimmung. 

Nach „D’Grageler“, die mit ihrer Volksmusik aus dem Lechtal bekannte Weisen zum Besten gaben, heizte ab 21 Uhr „Florian Zack“ aus Wien mit moderner Volksmusik im Reggae -Rhythmus Jung und Alt in der Reichenstraße ein. Um 23 Uhr war Schluss mit der Musik in der Altstadt, aber viele blieben noch lange sitzen, oder zogen weiter in die Schiff-Wirtschaft am Lech. 

 Stände locken mit Schmuck und Tüchern 

Die Sonne holte Besucher schon früh am Sonntag zurück in die mittelalterliche Stadt. Der Frühschoppen ging vielerorts ins Mittagessen über und nicht nur Kinder sprangen Eis schleckend durch die Gassen. Die Stände hatten wieder geöffnet und lockten mit Schmuck, Tüchern und Drinks - mit und ohne Alkohol. Gaukler – stehend oder schwebend - vor Blumenkübeln oder Geschäften vervollständigten den mittelalterlichen Charme. Kinder dirigierten vor Bühnen, oder hockten fasziniert am Boden davor. 

Noch mehr internationale Klänge als am Tag zuvor zogen durch die Gassen. Die Stimmung unter den Besuchern war gut und friedlich, obwohl Gäste aus Asien offenbar ein wenig hilflos ob der vielen Klänge Richtung Stadtausgang strebten. So erlebten die Besucher an beiden Tagen ein schönes Stadtfest. 

Bei einer Flasche Spezi mit Strohhalm für 3,20 Euro ohne Pfand überlegte es sich allerdings der eine oder andere Besucher zweimal, ob er sich am Sonnengarten niederlässt. Schade für die Überraschungsgruppe des Stadtfestes „Barbara Buchberger & Lisa Hambrecht“, die am Nachmittag so vor fast leeren Bänken auftraten. jl

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