Dämpfer für Mehrgenerationen-Wohnprojekt

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Herbert Bachmann und Gisela-Schultze Bachmann stehen weiterhin hinter ihrem Projekt – auch wenn sich Mitstreiter im Haus der Gebirgsjäger rar machten. Foto: cf

Füssen – Kaum einen Schritt näher an die Realität gerückt ist bei einem weiteren Infoabend vor kurzem der Traum vom „Mehrgenerationenwohnhaus“, den das Ehepaar Bachmann in Füssen  verwirklichen will. Es waren lediglich sieben Besucher der Einladung gefolgt. Davon schloss sich noch keiner dem Projekt an. 

Nachdem jetzt offensichtlich das Konzept für das ambitionierte Projekt steht, werden  engagierte Mitstreiter gesucht, die bei den nächsten Schritten „hier ihre Kompetenz“ einbringen sollten, sagte Gisela Schultze-Bachmann im Haus der Gebirgsjäger. Vor diesem Aufruf, den ein Flyer unter die Leute in Füssen bringen soll,  hatte die 62-jährige Diplom-Pädagogin nochmals ihre Ideen dargelegt. 

Es geht hier um gemeinsames Wohnen als Mieter in einem – dank eines Sponsors in Füssen zu erbauenden – Haus mit etwa 15 Parteien. Ein Drittel Generation 60+ und zwei Drittel jüngere Leute – Familien und Singles – sollten mit den Bachmanns nicht nur ein Dach über dem Kopf haben. „Wir könnten in einer Gemeinschaft leben, die allen große Vorteile bringt“, betonte die Initiatorin. Als Beispiele nannte sie unter anderem „gemeinsam kochen“ oder „ins Kino gehen“. In diesem Haus sei immer jemand da, um kleine Kinder zu betreuen.    

Mit seiner Frau stellt sich der 59-jährige Herbert Bachmann - in einer leitenden Funktion im Informationstechnologie-Bereich tätig – schon den Umzug in ein solches Mietshaus vor. „Wir denken an eine 3- bis 4-Zimmer-Wohnung“, erklärt er.

In den vielen Fragen an das Ehepaar war bei aller Sympathie für dieses Projekt die Skepsis kaum zu überhören. Es ging hier vor allem um die Höhe der Miete. Könnte sie tatsächlich günstiger sein als üblich in Füssen? Ist im Haus vielleicht doch eine Mischung aus komfortablen Miet- und Eigentumswohnungen möglich, die das aktuelle Konzept nicht vorsieht? Findet sich überhaupt ein geeigneter Bauplatz?  Konkret wurde Schultze-Bachmann in keinem Punkt. Sie verwies auf mehrere Gespräche mit Stadträten. Sie nannte hier Jürgen Doser und Andreas Ullrich (Freie Wähler). „Herr Bürgermeister Paul Iacob hat uns ideelle Unterstützung zugesagt“, betonte sie. „Wir haben Kontakt zu zwei Investoren.“ In Erwägung gezogen wird auf Vorschlag aus der Versammlung die Vereinsgründung zu dem Zweck, das Vorhaben auf eine breite Basis zu stellen.  

Die kleine Runde am Tisch musste sich erst mal damit zufrieden geben, dass es noch keine harten Fakten zu diskutieren gab. Vielleicht ändert sich das Bild bis zum nächsten Info-Abend. Er findet am Freitag, 7. Dezember, 17 Uhr, wieder im Haus der Gebirgsjäger (Kemptener Straße 68) statt. 

Homepage zum Projekt: www.mgwf.de. 

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