"Infrastruktur erhalten"

Die Politik darf die Jugend nicht missachten, so lautet die Botschaft, die die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christine Haderthauer, bei ihrem Besuch im Mehrgenerationenhaus (MGH) „Mitanand“ in Roßhaupten empfangen hat. Begleitet haben sie die Landtagsabgeordneten Angelika Schorer und der CSU-Bundestagskandidat Stephan Stracke. Die Ehrenamtlichen des MGH gaben der Ministerin viele Wünsche mit nach München.

Mit Blumen begrüßte das Trachtenpärchen Carina und Thomas Klement den hohen Gast und seine Begleiterin und im Mehrgenerationenhaus warteten gespannt Roßhauptener Bürgerinnen und Bürger jeden Alters an festlich gedeckter Tafel auf den Besuch aus München. MGH-Leiterin Annette Schweiger schilderte den Werdegang des Hauses, das umfassenden Raum für bürgerschaftliches Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter geben soll. „Das Haus fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sowie das Heimatbewusstsein und versteht sich nicht als Kostenfaktor, sondern als Integrationspunkt einer intakten Dorfgemeinschaft", so Schweiger. Natürlich seien noch einige Verbesserungs- beziehungsweise Veränderungswünsche vorhanden und die wolle man der Sozialministerin auch mit auf den Weg nach München geben. „Solche Projekte wie das Mehrgenerationenhaus, das durch das Engagement der Menschen ein Eigenleben entwickelt, zeigt auch deren Mentalität und das allgemeine Klima im Ort", stellte Haderthauer fest und zitierte ein afrikanisches Sprichwort: „Wenn man ein Kind aufzieht, braucht man das ganze Dorf". Zündt appelliert an Politik Ferner sei das MGH ein wertvolles Instrumentarium, das den Wert der Familie in die Mitte der Gesellschaft stellt und das könne nicht von oben verordnet werden. Auch sei es vorbildlich, wenn der älteren Generation „das Gebrauchtwerden" vermittelt wird. Altbürgermeister Rudolf Zündt, „Vater“ und wie es Angelika Schorer ausdrückte, „Schwungrad“ dieser Einrichtung, appellierte an die Politik. Sie solle den Abzug der Jugend in die Städte stoppen und sich beim Erhalt der Infrastruktur und deren Ausbau engagieren. Denn in den Nachfolgegenerationen stecke viel Potenzial. „Aber sie brauchen Lebensraum und Arbeit vor Ort“, erklärte er.

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