Reinhold Schrettl aus Vils hinterfragt in seinem Buch die Jagd

Geht Jagd auch menschlich?

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Auch der kleine Maximilian ließ sich eine Widmung des Autors ins Buch schreiben.

Vils – Ursprünglich wollte der Vilser Reinhold Schrettl „nur“ über seine Jagdreisen schreiben. Doch wie sein nun druckfrisch im Reuttener Ehrenberg-Verlag erschienenes Buch „Tiere schießen…ist die Jagd menschlich?“ beweist, hat die Jagd und deren Auswüchse viele Facetten.

Musikalisch umrahmten die Parforcehorn-Bläser St. Coloman Ammergebirge aus Schwangau die Buchpräsentation im Vilser Stadtsaal. Bereichert wurde die vor-weihnachtliche Veranstaltung mit einer kleinen Präsentation mit Trophäen aus den vom Autor bereisten Gebieten. Auch Nichtjäger finden im Buch spannende Einblicke in die Welt des Waidwerks und Jäger im Besonderen bekommen einige Denkanstöße für eine „menschlichere“ Jagd.

 „Einen Jagdschein kann man erwerben, Ethik und Moral nicht“, sagt der Autor, der in seinem Buch über seine eigene Passion zur Jagd erzählt – seien es Erlebnisse als jugendlicher „Wildstörer“, als Jagdaufseher und seine schönsten Jagderinnerungen. Gleichzeitig bietet er einen – oft auch zum Schmunzeln anregenden – Querschnitt von der Entwicklung der Jagd bis zu den Wilderer-Morden in der Neuzeit. Abgerundet wird das Werk durch mitreißende Berichte über Jagdreisen nach Alaska, in die Mongolei, nach Sibirien und Schottland. 

SS-General als Pächter Das Buch versucht Antworten zu finden auf Fragen wie „Warum schießen Menschen auf ‚Bambis‘?“ oder „Ist Jagdtourismus moralisch vertretbar?“ Berichte über „schießwütige Jäger“ wie Hermann Göring, Kaiser Wilhelm II. und den rumänischen Diktator Ceausescu malen ein ganz anderes Bild der Jagd. Außerdem entdeckte der Autor im Zuge seine Recherchen, dass ein SS-General Jagdpächter in Vils war.

Das Buch „Tiere schießen ... ist die Jagd menschlich?“ (ISBN 978-3-901821-26-4) ist als Hardcover erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich.

ed

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