Das Kind in sich entdecken

Eine Einladung, die eigene Seele zu öffnen: Das soll Isolde Stiglmeiers Ausstellung „Junikäfer, flieg – Junikäfer und andere Seelen“ sein, die ab sofort noch bis zum 20. August im Schloss Hopferau gezeigt wird. Foto: Berndt

Hopferau – Wie sehr ihr Kinder am Herzen liegen, zeigt Isolde Stiglmeier bei ihrer jüngsten Ausstellung im Treppenhaus von Schloss Hopferau, die jetzt eröffnet wurde. Mit „Junikäfer, flieg – Junikäfer und andere Seelen“ möchte die Lehrerin dazu einladen „das innere Kind wiederzuentdecken.“ 

Wie bei früheren Expositionen der hauptberuflich als Sonderpädagogin tätigen Malerin stehen auch diesmal die Kleinsten als stilistisch naiv-abstrahiert dargestellte Motive überwiegend im Mittelpunkt der insgesamt 34 Werke. Nicht nur Anja Twardy vom Schloss Hopferau freute sich, dass Isolde Stiglmeier „endlich, endlich bei uns ausstellt“, wie sie zu Beginn des Abends betonte, den Helmut Hammer musikalisch untermalte. Zum Teil drängten sich ungefähr 70 Besucher im Treppenhaus des Schlosses vor den zum Teil recht farbenfrohen und ausdrucksstarken Gemälden in Mischtechnik. 

Die Vernissagegäste konnten sich dabei auch über den Zustand von Stiglmeiers Seelenwelt informieren, die den Betrachter mittels der Werke „direkt und unverblümt anspricht“, wie Hammer unterstrich. Die Bilder, die Hammer darüber hinaus eine „Symbiose aus konkreter und intuitiver Darstellung“ nannte, ebnen so „einen eigenen Weg zu sich selbst beziehungsweise zum unendlichen Raum der Seele von einem selbst.“ 

Die Ausstellungsstücke mit Titeln wie „Marienkäfer und Junikäfer“, „Sechs eigene Giagl mit Mondballon in Gelb“, „Zusammen ist man weniger allein“, „Elefant, schau mich an!“ oder „Blick in meine Seele“, spiegeln dabei wohl auch Stiglmeiers Traum „vom Fliegen“ wider, was für die Künstlerin Freiheit bedeute. Ganz nach dem Spruch „wer sich selbst sehen will, muss das andere Auge öffnen“, den Stiglmeier zitierte, steht die Ausstellung vermutlich ebenso für den Versuch, Stiglmeiers inneren Gefühlen freien Lauf zu lassen sowie „die komplexe Gefühlswelt von Kindern“ zu illustrieren. Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 20. August, zu sehen. lex

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