Jufo feiert 25. Geburtstag

Zum 25. Geburtstag hat das Füssener Jufo einen neuen Leiter bekommen: Diplom-Sozialpädagoge (FH) Stefan Splitgerber (stehend, 4. von rechts) ging schon als Schüler und Zivildienstleistender gerne hierher. Foto: cf

Der Jugendtreff – kurz Jufo – hat kürzlich sein 25. Jubiläum gefeiert. Fotos geben den Ehemaligen Gelegenheit, auf die Jugendjahre zurück zu blicken. Doch es geht nicht nur um nostalgische Gefühle, wie schön diese Zeit war. Das Team unter der neuen Leitung von Diplom-Sozialpädagogen Stefan Splitgerber bastelt ganz im Sinne des altersbedingt ausscheidenden „Spag“, wie Hans-Jürgen Kreutzer genannt wird, an zahlreichen Projekten für die Zukunft.

Für die 14-jährige Melissa aus Füssen und ihre Freundinnen war es ein Tag wie jeder andere: jedenfalls fast. Sie hatten sich am Nachmittag wieder gut gelaunt im Jufo getroffen - nur wurden sie dieses Mal auch von der Ausstellung zum Jubiläum des Füssener Jugendtreffs unter dem Titel „Bilder aus 25 Jahren“ begrüßt. Die von Splitgerber und seinem Team präsentierten Fotos sind eher interessant für die vielen Jugendlichen und inzwischen Erwachsenen, die mit „ihrem“ neuen Füssener Jufo und vielleicht sogar noch mit dem Jugendhaus eine längere Geschichte verbindet. So ging den Teilnehmern der Jubiläums-Veranstaltung „Ehemaligen-Teffen“ der Gesprächsstoff nicht aus. „Die Ehemaligen, von denen einige nicht mehr in Füssen wohnen, wollen wir in die Jufo-Aktivitäten gezielt einbinden“, sagte Leiter Splitgerber dem KREISBOTE. Er erwarte von ihnen zum Beispiel „Insider-Tipps, wenn wir als Gruppe Ausflüge in andere Städte machen“. Der neue Jufo-Leiter war in seiner Studienzeit in Düsseldorf, hat dort an der Fachhochschule sein Diplom gemacht und freut sich, jetzt in seiner Heimatstadt Jugendliche ab 14 Jahren mit attraktiven Angeboten ins Jufo zu locken. Die neue Tischtennisplatte, die Sponsoren zu verdanken ist, wird derzeit mit heißen Matches Punkt für Punkt eingeweiht. Melissa und ihre Clique zieht es oft zum Billardtisch. Auch wenn sie ehrenamtlich mithelfen könne, sei sie „sehr gern dabei“, so die Füssener Schülerin. Praktische Erfahrungen Nina Fahrnholz – sie hat die zweite volle Stelle im Jufo – ist immer froh, wenn ihr an der belagerten Theke einige Handgriffe abgenommen werden. Splitgerber, der in seiner Zeit als Zivildienstleistender hier mitgearbeitet hatte, freut sich, wenn Jugendliche solches Engagement zeigen. „Bei uns können die älteren Schüler ein Praktikum machen“, erklärt der heute in Eisenberg-Zell mit seiner Frau und den beiden Kindern wohnende Füssener, der schon als Realschüler ins Jufo gekommen war und hier später die Idee entwickelte, Sozialpädagogik zu studieren. Ein Workshop solle vermitteln, wie man sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt. „Wir richten in einem Raum gerade eine Werkstatt ein“, informiert der neue Leiter über ein bereits angelaufenes Projekt, das praktische Erfahrungen vermitteln soll. Dass bei solcher Berufsorientierung der Spaß nicht zu kurz kommt, sei auch in der Ära nach „Spag“ garantiert. So freut sich Melissa schon „auf das nächste Konzert“ im Jufo. Kreutzer wird noch offiziell verabschiedet.

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