Kampf um jede Sekunde

Die Pfrontener feuern die Radprofis beim ersten SDK-Sprint der Etappe, der durch Pfontens Ortsmitte verläuft, an. Foto: Knoll

Mit Fahnen, Ratschen und Anfeuerungsrufen haben die Pfrontener rund 133 Rennradfahrer am Donnerstag in ihrem Ort empfangen. Die führte es auf der zweiten Etappe der Bayern Rundfahrt nach etwa 94 Kilometer durch die 13-Dörfer-Gemeinde, wo sie beim ersten SDK-Sprint der Etappe um Zeitgutschriften und Punkte für das Trikot des besten Sprinters kämpften. Schnellster war dabei der 20-jährige Deutsche Christian Mager.

Um 10.45 Uhr ertönte der Startschuss in Penzberg und die 19 Teams machten sich auf die 195 Kilometer lange Etappe. Die führte sie zunächst nach Roßhaupten, wo sie um eine Sprintprämie kämpften, bevor die Fahrer über Seeg und Eisenberg schließlich nach Pfronten gelangten. Dort traf Mager vom Team Heizomat als Erster ein, gefolgt vom Franzosen Thomas Voekler vom Team Europcar und dicht dahinter Karsten Kroon von der Saxo Bank. Erst nach rund fünf Minuten durchfuhr dann auch das Hauptfeld Pfrontens Ortsmitte. Dort hatten sich zuvor schon etliche Radsportbegeisterte und Kinder, die früher die Schule verlassen durften, versammelt und feuerten nicht nur die Radprofis, sondern auch das Begleitkommando mit rund 20 Polizeimotorrädern lautstark an. Zuvor hatten einige in einem Gewinnspiel versucht, das Siegerteam des Sprints zu erraten. Anschließend kämpften sich die Fahrer über Nesselwang zu einem weiteren Sprint nach Oy-Mittelberg. Von dort führte die Strecke weiter über Faistenoy zurück nach Wertach, wo die Bergspezialisten beim Anstieg in Oberellegg und anschließend bei einer Bergwertung in Knottenried Punkte einfuhren. Anschließend bestritten die Fahrer die letzten Kilometer der zweiten Etappe nach Kempten. Dort erkämpfte sich der dreifache Zeitfahrweltmeister Michael Rogers aus Australien den Tagessieg vor dem Russen Vladimir Gusev und dem Franzosen Jerome Coppel. Als bester Deutscher landete John Degenkolb auf dem achten Platz. Die Bayern Rundfahrt liegt im internationalen Radsport in der zweithöchsten Kategorie hinter den Länderrundfahrten wie der Tour de France. Am Dienstag, 22. Mai, starteten die Fahrer in Traunstein und legen bis zum Ziel am morgigen Sonntag in Bamberg 802 Kilometer zurück. Währenddessen zeigen auch internationale Radsportgrößen ihr Können. So führt beispielsweise der dreimalige Zeitfahrweltmeister Fabian Cancellara aus der Schweiz das Team Radioshack-Nissan aus Luxemburg an. Auch Thomas Voeckler, der im vergangenen Jahr die Tour de France als Vierter beendet hatte geht mit seinem Team auf die Strecke.

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