Kein neuer Feneberg

Die Pfrontener Bürger haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass auf dem ehemaligen TSV-Gelände in der Meilinger Straße kein Feneberg entstehen darf. Rund zwei Drittel der 2503 abgegeben Stimmen, nämlich 1681, sprachen sich für das Bürgerbegehren aus, das die erforderliche Änderung des Bebauungsplans stoppt. Mit 1606 stimmten ähnlich viele gegen das parallel laufende Ratsbegehren, dass die Anderung befürwortet.

„Wir haben das Ergebnis erwartet, auch in dieser Deutlichkeit“, erklärte Reinhard Claves, Sprecher des Arbeitskreises Bebauungsplan 35 (AK35), der das Bürgerbegehren initiiert hat, gegenüber dem KREISBOTE. Er und seine Mitstreiter wollen nun dafür sorgen, dass das Gelände künftig den Senioren zugute kommt. „Wir haben Anfang Januar die ersten Gespräche“, so Claves. Bisher gebe es Interessenten, wie Physiotherapeuten und Ärzte, die sich gern dort ansiedeln würden, erklärte Claves. Aber noch steht dort kein Gebäude. Wer eines bauen soll, das wusste Claves am Dienstag nicht. Das Gelände gehört zudem der Firma Eco Bau. Claves zeigte sich jedoch zuversichtlich, die Geländeeigentümer mit an den Verhandlungstisch zu bekommen. „Ich hoffe, dass jetzt wieder Ruhe in den Ort einkehrt“, gab Bürgermeister Josef Zeislmeier (SPD) am Dienstag gegenüber dem KREISBOTE an. Dass die Entscheidung des Gemeinderats durch den Bürgerentscheid gekippt wurde, „macht es schwerer für die Kommune mit Investoren zu verhandeln“, befürchtete er. Das Thema Senioren stehe auf auf seiner Agenda, dem Curanum-Pflegeheim täte eine Konkurrenzsituation gut, man solle sich jedoch nicht auf den Standort Meilinger Straße fixieren. Indes gibt es den Verdacht der Wahlmanipulation. In den Wahlkabinen in der Hauptschule sei das Wahlempfehlungsflugblatt des AK35 gefunden worden, berichtet Zeislmeier und zwar in alle fünfen. Das Landratsamt prüfe den Fall. Der Arbeitskreis habe die Zettel jedoch nicht ausgelegt, erklärte Claves. Den hätten wohl Bürger mitgebracht, um sich bei dem komplizierten Wahlsystem zurechtzufinden und ihn dann vergessen.

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