Kein Rückgang bei Aufträgen

Mit der vertikalen Windkraftanlage vor dem Deckel-Maho-Werk in Pfronten wird die Kühlung der Produktionshallen im Sommer gewährleistet. gau

Gemeinsam mit Geschäftsführer Steffen Burghoff hat der technische Direktor von Deckel-Maho in Pfronten, Alfred Geißler, kürzlich zum Pressegespräch anlässlich der Hausmesse geladen. Drei Themen lagen Geißler besonders am Herzen: der Standort Pfronten, die Arbeitsplatzsituation und das Engagement beim Thema Energieversorgung.

Wer zu Deckel-Maho (DMG) in Pfronten will, der kommt nicht an dem großen „Suncarrier“ am Eingangstor vorbei. Zudem kann er auch nicht das große Windrad übersehen, das sich vertikal emporreckt und beständig dreht. Genauso wichtig war es Geißler, auf dieses Thema einzugehen, die erneuerbaren Energien, die DMG aus Sonnen- und Windkraft produziert. Diese nutzen sie auch komplett im eigenen Haus, wenn vor allem im Sommer die Temperaturen in den Produktionshallen ansteigen. Dann speisen Photovoltaik- und Windenergieanlage die Pumpen, mit denen aus Tiefbrunnen 16 Grad kaltes Wasser zur Kühlung der über 30.000 Quadratmeter großen Produktionshallen, aber auch der Büros, gefördert wird. „Nicht nur auf dem Papier“, so Geißler, spare man, sondern sehr real. Vor allem an dem Klimakiller Kohlendioxid (CO2), werden nach Geißlers Angaben doch 36.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr komplett klimaneutral produziert. Dabei gibt sich die DMG-Gruppe auch in puncto Investitionen, Ausbildung und Arbeitnehmer fortschrittlich. So investierte sie allein in eine neue Produktionslinie im vergangenen Jahr eine Million Euro und schuf darüber hinaus zwei neue Ausbildungsberufe. So können Lehrlinge seit diesem Jahr der Beruf des Mechatronikers und des Produktions- technologen erlernen. Dabei präsentiert sich DMG als sicherer Arbeitgeber, schließlich wurden und werden alle Auszubildenden die heuer fertig geworden sind und noch im Laufe des Jahres ihre Lehre abschließen ,vor allem im kaufmännischen Bereich, übernommen. Allein im vergangenen Jahr sei laut Geißler so der Mitarbeiterbestand um 123 Facharbeiter auf 1259 Mitarbeiter angewachsen. Auch was das Thema Leiharbeiter angeht, ist DMG selbstbewusst, hier versucht man vor allem mit dem so genannten „equal pay“ zu punkten. Das heißt, dass auch nicht fest bei DMG angestellte Arbeiter denselben Lohn für dieselbe Arbeit bekommen. Hier habe man zahlreiche Mitarbeiter in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, so Burghoff beim Pressegespräch. Man sei, vor allem am Standort Pfronten, ein attraktiver Arbeitgeber, so Burghoff weiter. Dies spiegle sich unter anderem in den Geschäftszahlen wider. So seien die Auftragsbücher gut gefüllt. Dabei sind die Kunden von Deckel Maho Pfronten vor allem in Deutschland und der EU zu finden, rund ein Drittel wird nach Asien und zehn Prozent nach Amerika geliefert. Man habe auch, trotz Finanzkrise und der Entwicklung innerhalb der Union, keinen Rückgang der Auftragseingänge zu verzeichnen, so Geißler.

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