Am Fernpass wird es sich wohl trotz Studien auch weiterhin stauen

Keine Lösung in Sicht

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Auch die Verkehrsexperten Christian Molcher (links) und Helmut Köll können mit ihren Ideen zur Bewältigung des Stauproblems auf der Fernpassstraße bei dem zahlreichen Publikum nicht so richtig punkten.

Landkreis – Großartige neue Erkenntnisse brachte die in der Wirtschaftskammer veranstaltete Informationsveranstaltung zum Thema Fernpass und Fernpassstrategie nicht: Auch weiterhin werden die Autofahrer auf dieser Zubringerstraße in den Süden im Stau stehen.

Dies brachten die seit rund zwei Jahren laufenden Studien zu Tage, in denen auch viel Wunschdenken zugrunde lag. Die von Christian Molzer von der Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol und dem Verkehrsexperten Helmut Köll vorgestellten „Denkideen“ – als „Fernpassstrategie“ bezeichnet – beinhalten kurz- und mittelfristige Maßnahmen, die den Verkehr abseits von Tunnelvarianten flüssiger machen sollen.

Die nüchternen Zahlen und Fakten konnten aber nicht von der bestehenden Problematik ablenken, was sich auch in der anschließenden Diskussion manifestierte. Das „Dosierungsmodell“, bei dem Ampeln in regelmäßigen Zeitabständen mehrere Fahrzeuge durchfahren lassen, sollen erst ab Reutte-Süd bis zum Lermooser Tunnel installiert werden.

So soll verhindert werden, dass sich am Tunnel Staus bilden. Die Feststellung, dass bei Ausschaltung der Blockabfertigung zwar mehr Fahrzeuge durchfahren können, hat auf die Gesamtfahrzeit zwischen Reutte und den Fernpass fast keinerlei Auswirkung. Die angedachte Fokussierung auf autofreie Anreise in die Beherbergungsbetriebe dürfte ebenso eine Illusion sein wie der Einsatz eines Schnellbusses Richtung Süden, der dann ja auch wieder am Fernpass im Stau steht.

Hilfreich wäre, so die Experten eine Echtzeit-Info über Radio bei Störungen auf der Fernpassstraße um Ausweichverkehr zu verhindern. Als weitere Maßnahmen wurden der Bau zusätzlicher Überholspuren sowie eine europaweite Staffelung der Schulferien angedacht. Insgesamt wurden bei der Veranstaltung viele Denkmodelle vorgestellt, die aber zum einen eine lange Anlaufzeit haben und zum anderen bereits seit Jahren, ohne dass sie je umgesetzt wurden, diskutiert werden.

ed

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