Mobilfunk: Beteiligte einigen sich auf Alternativstandorte

Lösungen in Sicht

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Ursprünglich sollte eine Sendeanlage am Wasserbehälter auf dem Galgenbichl aufgestellt werden. Dieser Plan ist aus Naturschutzgründen nun vom Tisch.

Füssen – Bei der Suche nach geeigneten Standorten für Mobilfunksendemasten auf dem Galgen- und Fischerbichl ist es zu einer Annäherung zwischen den Beteiligten gekommen. „Wir haben zwei Standorte gefunden, die im Genehmigungsverfahren sind“, teilte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) im Bauausschuss mit.

Im Landratsamt ist man mittlerweile ebenfalls zuversichtlich, zu einer Lösung zu kommen. „Wir sind in Erwartung der Bauanträge“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage des Kreisboten. Laut Aussagen von Bürgermeister Iacob vom Dienstagabend stehen die Chancen gut, hinsichtlich der beiden geplanten Standorte Galgen- und Fischerbichl diesmal zu einem für alle Seiten befriedigenden Ergebnis gekommen zu sein. 

Beide Anlagen sollen, wie mehrfach berichtet, einen Sendemasten in Eschach ersetzen, der Ende des Jahres den Betrieb einstellt und abgebaut wird. Nach Angaben von Iacob soll die Sendeanlage auf dem Fischerbichl in Hopfen nun doch wieder dort aufgebaut werden, wo sie ursprünglich schon einmal geplant war. Jetzt allerdings nur bis zu 27 und nicht bis zu 35 Meter hoch. Darauf habe man sich mit Telekom und Landratsamt verständigt, erklärte der Bürgermeister. 

Noch im Mai hatte sich der Stadtrat gegen diesen Standort ausgesprochen und gefordert, die Anlage 135 Meter weiter südlich aufzustellen (der Kreisbote berichtete ausführlich). „Wir haben alles versucht“, so Iacob, das Landratsamt Ostallgäu von diesem Standort zu überzeugen. 

Wie berichtet, sprach sich die übergeordnete Behörde aus Naturschutzgründen und wegen der vorgesehenen Höhe des Mastes jedoch gegen den Standort aus. 

Keine Erschließung 

Gegen ihn sprach offenbar auch, so Iacob am Dienstagabend gegenüber den Stadträten, dass der südlichere Standort noch hätte erschlossen werden müssen. Der ursprüngliche und jetzt wieder ins Auge gefasste Platz sei dies jedoch bereits. 

Auf Anraten des Landratsamtes wird auch der Sendemast auf dem Galgenbichl wegen des dortigen Biotops aus Naturschutzgründen nun doch nicht beim Wasserbehälter gebaut, so wie es der Stadtrat im Frühjahr eigentlich entschieden hatte. Stattdessen haben sich Behörden und Betreiber nach einer Ortsbesichtigung auf einen Standort im Waldstück hinter dem Gipfel des Hügels geeinigt. 

Darüber hinaus soll die Anlage mit 20 Meter Höhe deutlich kleiner ausfallen als bisher geplant. Das habe den großen Vorteil, erklärte Bürgermeister Iacob, dass der Mast von Füssen und vor allem den Schulen aus nicht mehr zu sehen sei. Das Ziel sein nun, betonte Iacob am Dienstagabend im Bauausschuss, dass alle Anbieter ihre Anlagen auf diesen Masten installieren.

 Keine Suche in Füssen-West

Im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf kann man mit den nun gefundenen Lösungen ebenfalls deutlich besser leben als mit den vorherigen. „Wir sind in Erwartung der Bauanträge“, erklärte ein Sprecher am Mittwoch auf Nachfrage des Kreisboten. „Jetzt sollte dem nichts mehr im Wege stehen.“ Auch Bürgermeister Paul Iacob zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung erleichtert über die nun gefundenen Lösung. „Ich bin zufrieden mit den Standorten!“, sagte er. 

Neuigkeiten gibt es auch hinsichtlich der Standortsuche in Füssen-West. Diese ist vonseiten der Telekom eingestellt worden, wie auf Nachfrage aus der Stadtverwaltung zu erfahren war. Auch der Anbieter Vodafone werde die Suche dort aller Voraussicht nach einstellen, da in diesem Bereich offenbar kein Bedarf mehr besteht. „Die Standortsuche ist geschlossen worden!“ Mehr zum Thema Mobilfunk in Füssen lesen Sie in der kommenden Mittwochausgabe des Kreisboten.

Matthias Matz

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