Musikschüler stellen beim Stipendiatenkonzert ihr Können unter Beweis

Lieber Informatiker als Profimusiker

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Duett: Ronja Perkmann tritt zusammen mit ihrem Gitarrenlehrer Nicolas Kyriakou auf.

Füssen – Ihr Engagement und Talent haben jetzt elf Musikschüler beim Stipendiatenkonzert der Musikschule im Kaisersaal unter Beweis gestellt. Einer der Höhepunkte war sicherlich der Auftritt des 18-jährigen Kevin Huang. Der frisch gebackene Abiturient zeigte was man alles mit Fleiß und Begabung erreichen kann.

Trotz seines Könnens hat sich Huang vorerst dagegen entschieden eine Karriere als Profimusiker anzustreben. Der junge Mann, der jetzt auch ein ausgezeichnetes Abitur gemacht hat (der Kreisbote berichtete), wird nicht Musik, sondern Informatik studieren, was sein Klavierlehrer an der Sing- und Musikschule Füssen, Alexander Holzammer, einerseits bedauern dürfte, andererseits jedoch auch als „vielleicht besser so“ einschätzt. Schließlich weiß er um die große Konkurrenz in der Branche der Berufsmusiker und die Probleme, als Pianist sein finanzielles Einkommen bestreiten zu können.

Deswegen gab Huang am Sonntagvormittag beim jüngsten Stipendiatenkonzerts der Füssener Musikschule quasi eine Art Abschiedsvorstellung. Huangs Auftritt war auch ein Höhepunkt während der ca. einstündigen Darbietung der elf Musikschüler, die der Lionsclub Füssen mit einem einjährigen Stipendium bedacht hat.

Ihr Engagement und Talent stellten allerdings auch alle anderen jungen Musiker eindrucksvoll unter Beweis, so dass ihnen am Ende verdientermaßen der kräftige Applaus der rund 80 Besucher gewiss war. Darüber freute sich auch der Leiter der Musikschule, Robert Maul.

Starker Eindruck

 Die ersten Ovationen erhielt Dominik Lochbihler, der die Matinee mit seinem Trompetenspiel in bemerkenswerter Weise eröffnete, bevor Mareike Thärigen an der Violine zeigte, was sie kann. Mit ihrem Violoncello zog anschließend Elisabeth Hornstein das Auditorium in den Bann. Sie trug Antonio Vivaldis „Sonate Nr. 5“ vor, während Ronja Perkmann mit ihrem Gitarrenlehrer Nicolas Kyriakou bei dem modernen „Love Yourself“ einen starken Eindruck hinterließ. Es folgte das „Konzert für Flöte G-Dur“ von Carl Stamitzvon Thärigen und Perkmann, das die Musiklehrer Kyriakou, Serhiy Tsarenko und Lilian Holzammer begleiteten.

Danach präsentierte Huang seine Teamplayerqualitäten im Duell mit Bernadette Berktold an der Querflöte, bevor er später nochmal solo auf die Bühne kam. Ganz allein beeindruckte hingegen Maurits Bakker mit der Gitarre ebenso wie Samantha Komlangan, die ihren prächtigen Gesang selbst am Klavier begleitete. Damit bereitete sie gleichzeitig sehr gekonnt den Boden für Huangs zweiten Auftritt, bei dem er mit einer Mazurka von Frédéric Chopin brillierte.

Im großen Finale des Stipendiatenkonzertes standen Bernadette Berktold schließlich Alisia Martin, Silvia Grotz, Judith Braselmann (alle Querflöte) sowie Elisabeth Hornstein am Cello als musikalische Partnerinnen zur Seite.

lex

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