Kinderkrippe wird gebaut

Die Krippe kommt: Ende des Jahres soll in Füssen eine weitere Kindertagesstätte mit zwei Krippengruppen eröffnen. 30 Kleinkinder sollen dort betreut werden, während ihre Eltern arbeiten gehen. Damit würde sich die Zahl der Krippenplätze in Füssen verdreifachen. Einen Teil der Kosten trägt die Regierung von Schwaben.

Bisher gibt es nur eine Krippengruppe in Füssen, nämlich im evangelischen Kindergarten Sternschnuppe. Um dem steigenden Betreuungsbedarf gerecht zu werden, will die Stadt nun eine eigene Krippe errichten. Wie Bürgermeister Paul Iacob gegenüber dem KREISBOTE bestätigte, will die Stadt in der Hilteboltstraße bauen. In wenigen Monaten soll ein Haus in Holzbauweise stehen. „Wir sind noch in der Planungsphase“, so Iacob. Die Eröffnung peile er jedoch zum Jahresende an. Ob es eine städtische Krippe sein wird, das steht noch nicht fest, denn auch die AWO ist als Träger im Gespräch. Die Regierung von Schwaben habe das Projekt anerkannt, „es wird zu einem starken Prozentsatz gefördert“, erklärte der Rathauschef. Der dürfte bei rund 35 Prozent liegen, so Markus Gmeiner, der in der Stadtverwaltung für den Förderantrag verantwortlich ist. Bis zum 30. April muss das Geld in Augsburg beantragt werden. Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest, weil das Projekt noch in der Planung ist, auf rund zwei Millionen Euro schätzte Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht den Betrag – plus minus ein paar Hundertausend. Möglicherweise soll die Kita ein klimafreundliches Passivhaus werden. Das koste zwar rund zehn Prozent mehr, so Fröchtenicht, spare aber langfristig Geld. Das hänge aber davon ab, ob die Stadt beim Bau einen guten Preis erzielen kann. Große Nachfrage Fest steht jedoch eines: Eine weitere Krippe wird gebraucht. Die bisherigen 17 Plätze im evangelischen Kindergarten „Sternschnuppe“ reichen bei weitem nicht aus, wie Corinna Schwarzer weiß. Sie leitet sowohl den Kindergarten als auch die Krippengruppe. Die 17 Plätze sind für das kommende Kindergartenjahr bereits ausgebucht. „Ich habe 24 Eltern abweisen müssen“, gab sie gegenüber dem KREISBOTE an. Anfragen von Eltern kommen nicht nur früh – viele werdende Mamas erkundigen sich sobald sie schwanger sind – sondern auch von weit her. Insgesamt sechs Familien aus Rieden, Halblech und anderen Gemeinden fragten bei Schwarzer an, erklärte sie.

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