Ein klares Signal an den Gemeinderat

Wendelin Einsiedler berichtet über seine Erfahrungen mit der Windkraft. Foto: Springkart

Die Windkraft befürwortet haben am vorvergangenen Sonntagabend die Oy-Mittelberger beim Windkraft-Informationsabend. Vier Referenten aus unterschiedlichen Bereichen hatte die Gemeinde eingeladen, die die rund 80 Zuhörer über verschiedene Aspekte informierte.

Oberregierungsrat Ulrich Härle vom Landratsamt Oberallgäu klärte über die rechtlichen und verwaltungs- politischen Vorgaben auf. Dr. Hans-Jörg Barth vom „energie- & umweltzentrum allgäu“ (EZA) aus Kempten und Mitglied im Energieteam Oy verdeutlichte, dass von den Oyer Bürgern zum Beispiel im Jahr 2010 etwa 13 Millionen Euro für Energie ausgegeben wurden. 60 Prozent davon entfielen allein auf Heizkosten. Elf Millionen Euro könnten durch alternative Energie erwirtschaftet werden, für Nachhaltigkeit sorgen und weitgehend in der Region bleiben. Thorsten Häusler von Bio Energie Allgäu (BEA) erklärte, dass in Deutschland bisher rund 23.000 Windkraft-Anlagen stehen doch nur 500 davon liegen in Bayern. Er zeigte die positiven Einflüsse der Photovoltaik, wolle aber nicht Sonne gegen Wind ausspielen und plädierte für einen Energie-Mix. Technische Details zum Bau, bewährte Konzepte zur Umsetzung sowie Fragen zur Wirtschaftlichkeit sprach zudem das „Urgestein der Allgäuer Windkraft“, Wendelin Einsiedler aus Wildpoldsried, an. So erklärte er den Anwesenden, dass die Testphase, um Effizienz und Natur- oder Artenschutzbelange festzustellen, mindestens ein Jahr dauert. Kosten von 5000 bis 20.000 Euro, im weiteren Verlauf bis zu 50.000 Euro, beträgt der Kapitalaufwand hierfür, den ein potenzieller Investor einsetzen muss. Bei der abschließenden Diskussion regten zwei überzeugte Befürworter aus dem Publikum an, nicht nur den ehemaligen Truppenübungsplatz als möglichen Standort zu prüfen. Das verwunderte so manchen Gemeinderat, insbesondere Stefan Ostheimer, denn in der vorletzten Sitzung des Gremiums behandelten die Gemeinderäte das Thema Windkraft weit zögerlicher. Insofern gab eine gefühlte Mehrheit der Anwesenden ihren Vertretern im Gemeinderat ein klares Signal mit: Sie stehen positiv zur Windkraftnutzung.

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