Klarheit bis Ende Januar

Ob K&L, C&A oder H&M - einen großen Textilhändler wollen die Füssener Stadträte in einem etwaigen Kaufhaus Theresienhof haben. Die Chancen dafür stehen jedoch schlecht, wie Stadtbaumeister Theo Fröchtenich in der jüngsten Stadtratssitzung erklärte. Klarheit soll nun gemäß dem Entschluss des Gremiums bis Ende Januar herrschen. Dann wollen die Räte vom beauftragten Projektentwickler wissen, wer sich zwischen Sparkasse und Theresienstraße anzusiedeln bereit ist.

Standorte wie die Theresienstraße oder die Morisse seien für manch einen namhaften Einzelhändler nur 1b-Lage, so Fröchtenich. Die großen Namen wolle lediglich in 1a-Lage nach Füssen, sprich: in die Reichenstraße. Mit den Alternativen zu den großen „Doppelbuchstaben“, die sich boten, waren die Räte nicht zufrieden. Deswegen soll der Projektentwickler bis Ende Januar ausloten, welche mehr oder weniger namhaften Einzelhändler sich für ein geplantes Kaufhaus jenseits der Fußgängerzone finden , und zwar „mit einer klaren Absichtserklärung", so Bürgermeister Paul Iacob (SPD), der auf die baldige Entscheidung drängte. Dass 80 Prozent der Anwohner ein solches Kaufhaus gar nicht wollen, erklärte Stadtrat Magnus Peresson (UBL). Zuerst müsse die Anbindung geklärt sein. Chaotische Diskussion Obwohl sich niemand Explizit gegen Iacobs Zeitplan Aussprach, gab es mehrere Gegenstimmen bei der anschließenden Abstimmung. Die Diskussion war kurz zuvor im Durcheinander geendet. Nach herber Kritik von Stadtrat Jürgen Doser (FW) („So eine Diskussion muss auch geführt werden, mir fehlt hier der Rote Faden"), hatte es Iacob mit dem Beschluss seines Zeitplans eilig und ließ aufgrund eines mehr als Zwischenruf geäußerten Antrags von Stadtrat Franz Nagl darüber Abstimmen, die Diskussion zu beenden und umgehend zur eigentlichen Abstimmung zu kommen. Diesen Weg winkten die Räte der CSU und SPD durch und verhindertenso , dass Stadtrat Dr. Martin Metzger noch zu Wort kam, obwohl der sich ordnungsgemäß gemeldet hatte. FW und Metzgers Ausschussgemeinschaft Grüne/FDP/BfF/UBL verweigerten die Zustimmung.

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