Lionsclub übernimmt Patenschaft für Auto des Sozialpsychiatrischen Dienst

Lions unterstützen SPDI

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Einrichtungsleiter Sergej Hollmann (links) und Dietmar Brinkmann (3.v.r.) bei der Scheckübergabe. Mit Hollmann freuen sich Nicole Streit (2.v.l.), Judith Mesenberg, Jürgen Lüning, Sabine Eberspächer, Edit Nieberle, Monika Seitz und Margit Muche über die Spende.

Füssen – Zum Minigolfen fahren, einem Patienten beim Umziehen helfen oder ihn zum Sommerfest kutschieren: Das neue Auto, das dem Sozialpsychiatrischen Dienst Füssen seit Januar zur Verfügung steht, ist rege im Einsatz und hat bereits über 6000 Euro zurückgelegt.

30 Werbepartner übernehmen die Leasingraten für die kommenden fünf Jahre. Für den Unterhalt hat der Lions Club Füssen jetzt einen Scheck über 1100 Euro ausgestellt. Zum Sommerfest der Beratungsstelle für psychische Gesundheit und der Tagesstätte kam Dietmar Brinkmann, „Past-Präsident“ des Lions Clubs Füssen, vorbei, um Einrichtungsleiter Sergej Hollmann den symbolischen Scheck zu überreichen. 

Denn der Lions Club Füssen übernimmt für ein Jahr die Patenschaft für die laufenden Kosten des Autos. 

Hollmann hatte die Clubmitglieder über die Arbeit seiner Einrichtung informiert. Für viele Lionsmitglieder waren Hollmanns Erklärungen „sehr eindrucksvoll“, so Brinkmann. „Für die meisten war gar nicht vorstellbar, was dahintersteckt“, meinte der Past-Präsident. „Es ist so wichtig, dass es sie gibt“, so Brinkmann zum Einrichtungsleiter. 

"Das hilft uns enorm" 

Nun haben sich die Lions dazu entschlossen zu helfen. Denn obwohl das Auto gesponsert wird, fallen für den Sozialpsychiatrischen Dienst trotzdem noch hohe Kosten an, denn Winterreifen müssen her und die erste Inspektion, Versicherungen sowie die Vollkasko bezahlt werden, erklärte Hollmann. „Das hilft uns wirklich enorm“, so Hollmann zu der Spende. 

Ohne das Auto wäre vieles nicht möglich: So konnten dank des Siebensitzers sechs Patienten aus Rieden, Pfronten und Eschach abgeholt und zum Sommerfest nach Füssen gebracht werden. „Sonst wären sie heute nicht hier“, sagte Hollmann. Denn viele seiner Patienten leben von Harz IV. Für die sind die vier Euro pro Fahrt von Pfronten nach Füssen einfach zu teuer. Doch ohne Impulse von außen würden die meisten „sonst nicht die Wohnung verlassen.“ 

Daneben sei das Netzwerk, das durch das Auto zu den Sponsoren entsteht, wichtig. Denn ein Arbeitsplatz sei ein „entscheidendes Thema“ für seine Patienten, die aber gleichzeitig nicht voll belastbar seien. Durch die Kooperation können sich Praktika ergeben. „Es ist schön, wenn sie sich ausprobieren und einen Fuß in die Tür bekommen“, so Hollmann. Deshalb sei es für den Sozialpsychiatrischen Dienst auch „ein ganz großer Schritt“, dass die Lions „uns die Hand reichen“, sagte Hollmann zu Brinkmann.

Katharina Knoll

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