Ja zu Klettersteig

Sich mit Helm und Gurt bewaffnen und dann in ein Drahtseil im Fels eingehakt vom Gelbe-Wand-Weg hinauf zur Tegelbergbahn klettern. Das soll künftig möglich sein. Der Schwangauer Gemeinderat hat am Montagabend sein Okay zu dem Plan der Tegelbergbahn-Gesellschaft gegeben, den Weg anzulegen. Die Gemeinde soll sich beteiligen, möglicher Weise winken aber Fördergelder.

Vom Gelbe-Wand-Weg aus sollen die Kletterer zu dem Steig gelangen. Dann geht es am Torschorfen vorbei Richtung Finger, ehe man nach rund 800 Metern oben ankommt. Ohne entsprechende Ausrüstung geht aber gar nichts, erklärte Bergführer Thomas Hafenmair. Den ganzen Weg entlang hakt sich der Kletterer in ein Drahtseil ein. Wer den Halt verliert, der rutscht nur drei Meter weit bis zum nächsten Fix-Punkt. Sicherungsgurte auf dem neuesten stand der Technik bremsen sogar sofort ab, erläuterte er. Nicht die erfahrenen Kletterer soll das Angebot ansprechen, sondern vielmehr „die Wanderer an den Fels bringen“, so Hafenmair. Bewährtes Konzept Das Konzept erfreut sich andernorts bereits großer Beliebtheit. „In Oberjoch tanzt der Bär“, meinte er. In den Dolomiten gebe es Klettersteige schon seit vielen Jahrzehnten, antwortete er auf Bedenken einiger Räte, der Weg könne nach Abflauen des Kletter-Trends brach liegen. „Es ist eine Einbahnstraße“, ergänzte Bahn-Geschäftsführer Franz Bucher zu dem Konzept. auf dem selben Weg kommt man nicht hinunter. Hinunter führt jedoch die Tegelbergbahn. Zusätzlich will die Tegelbergbahn den Gelbe-Wand-Weg saniert wissen, denn der stelle ja quasi den Zugang dar. Auch ein Kletterfelsen für den nahen Spielplatz soll her, so Bucher. Rund 56000 Euro soll allein der Klettersteig kosten, darin sind neben dem Bau auch die Kosten für Schilder, Personal, den Druck von Prospekten und weitere mit eingerechnet. Fließen LEADER-Gelder? Ganz allein will die Tegelbergbahn die Kosten aber nicht tragen, eine pauschale Beteiligung der Gemeinde Schwangau von 20000 Euro stelle Bucher sich vor. Betriebskosten fallen dem Gemeindesäckel dafür nicht zu Last. Die Sanierung des Gelbe-Wand-Wegs mit Kosten von rund 9500 Euro müsse gänzlich die Gemeinde tragen. Den Kletterfelsen von rund etwa 6700 Euro bezahle die Tegelbergbahn. Im Gegenzug stellte Bucher in Aussicht, die Tegelbergbahn könne im kommenden Jahr zum Selbstkostenpreis den Schutzengelweg sanieren. Doch noch weitere Mittel könnten nach der Ansicht von Gemeinderat Robert Berchthold fließen. Er hielt das Projekt nämlich für LEADER-förderfähig. Ob das so ist, soll nun geprüft werden.

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