KönigsCard Betriebs GmbH will Angebot ausbauen

Hotelier Markus Stöckle (v.l.), KönigsCard-Geschäftsführer Oliver Bernhart, Robert Frei, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, und Marc Münster von Gastfreund. Foto: Sommer

Landkreis – Glaubt man Markus Stöckle, ist die KönigsCard ein Gewinn für sein Haus. Der „Nesselwanger Hof" verzeichnet jährliche Zuwachsraten von mehr als zehn Prozent bei den Gästen. Von Anfang an war er bei der KönigsCard dabei, die sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt zu haben scheint.

Zur Erinnerung: Besitzer der KönigsCard, die in den Partnerhotels der Karte Urlaub machen, können unter anderem die Schiffe auf dem Forggensee und dem Kochelsee kostenlos nutzen, haben im Sommer eine Berg- und Talfahrt etwa bei der Alpspitzbahn in Nesselwang frei oder können drei Stunden gratis Ski fahren. Das Programm, das mit der Karte in den vier Tourismusregionen nutzbar ist, ist gerade erschienen. Er sei anfänglich eher skeptisch gewesen, berichtete Stöckle. Dennoch übernahm der Hotelier seinerzeit die Gästekarte, für die er nicht einmal seine Übernachtungspreise erhöhte. Die seien Teil des Werbebudgets, so Stöckle, der in seinem Haus auch viele Konferenz- und Tagungsteilnehmer begrüßt, die oft genug das Angebot der KönigsCard nicht nutzen könnten. 

Dafür aber kämen sie mit ihren Familien zurück, um in Nesselwang und in seinem Haus Urlaub zu machen und dann das Angebot der Karte zu nutzen. Deshalb bietet er mittlerweile auch Pakete, etwa im Winter mit dem Skilifteangebot oder im Sommer mit dem Alpspitzbadecenter, an. Das rechne sich, so der Hotelier. Und bei einem Vier-Sterne-Haus rede man ohnehin nicht übers Sparen. „Das ist ein Zuckerl“, so Stöckle, „dass sie nichts zahlen müssen für den Lift etwa“. Stattdessen würden die Gäste mehr Geld für die Gastronomie ausgeben. Das will auch das Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr, dwif, herausgefunden haben. 

Große Nachfrage 

Derzeit werden mehr als 200.000 KönigsCards jährlich an die Gäste herausgegeben, so KönigsCard-Geschäftsführer Oliver Bernhart. Vor allem im Segment der 76 bis 100 Euro- Übernachtungen betrage die Quote knapp 50 Prozent. Dabei würden die Karten-Nutzer im Schnitt 130 Euro pro Tag ausgeben, 20 Euro mehr als Gäste ohne KönigsCard. Allein der Gastronomie würden die Gäste etwa 57 Millionen Euro pro Jahr einbringen. 

Dieser Service der KönigsCard soll erweitert werden – mit dem Allgäu für die Hosentasche, der Smartphone-Applikation „Gastfreund“. Marc Münster, Gründer und Geschäftsführer der Gastfreund GmbH, stellte die App vor, die quasi der Erlebnisführer der KönigsCard in elektronischer Form und darüber hinaus so etwas wie ein digitaler Reiseführer für die Regionen ist. Die App sei eine win-win-Situation, so Bernhart. Ein Gewinn für den Gast, der auf seinem Smartphone oder Tablet alle Angebote übersichtlich vorliegen habe, für die Partner der KönigsCard, die damit ein Tool an die Hand bekämen mit Adressen und Anlaufstellen, und nicht zuletzt für die KönigsCard-GmbH, die damit ihre Angebote darstellen könne. 

Beliebte App 

Für Münster ist die App ein interaktiver Freizeitbegleiter, wie er erläuterte. Hier finden sich alle Hotels, die die KönigsCard anbieten, darüber hinaus alle Partnerbetriebe wie Seilbahnen, Schwimmhallen oder Museen. Weiterhin können sich Geschäfte oder Anbieter andere Leistungen einkaufen, der Hotelier kann Empfehlungen aussprechen und zu nahezu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Orten finden sich Verlinkungen. Mittlerweile umfasst die App das Gebiet der KönigsCard und darüber hinaus Vorarlberg und das Kleinwalsertal sowie Gebiete in Unterfranken. Die App sei inzwischen etwa 15.000 Mal heruntergeladen worden, so Münster. 

Was die Zukunft der KönigsCard anbelangt, betonten die beiden Geschäftsführer Robert Frei und Bernhart, dass man diese zum Nutzen der Gäste und Partner weiterentwickeln wolle und offen sei. „Wo wir gerufen werden, sind wir aktiv“, so Frei. Eine Kaufkarte werde es aber nicht geben, betonte der Geschäftsführer. Über die Lage bei den Leistungsträgern meinte Frei: „Sie können rechnen. Und weil sie das können, wissen sie, dass sie mit der KönigsCard gut bedient sind“. So würden Zusatzeinnahmen generiert. Außerdem sei es ihnen frei jederzeit gestellt, sich von der Karte zu verabschieden, wie es die Schwangauer Tegelbergbahn getan hatte. gau

Meistgelesene Artikel

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

Erfreuliche Entwicklung

Füssen – Beim Thema „Sport“ ist sich die Runde beim ersten SPD-Stammtisch im neuen Jahr einig. Besonders gefällt den Teilnehmern in den …
Erfreuliche Entwicklung

Kommentare