Pfrontener Firma Besel & Schwäller zieht in den Gewerbepark "Allgäuer Land"

"Die halbe Welt fährt vorbei"

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Die Karte zeigt es: Im Gewerbepark „Allgäuer Land“ sind alle Flächen verkauft.

Füssen – Im Gewerbepark „Allgäuer Land“ sind seit kurzem sämtliche Flächen belegt: Das als Zwei-Mann-Betrieb in Pfronten gegründete und ständig gewachsene Unternehmen Besel & Schwäller zieht in den Gewerbepark ein.

Im Füssener Rathaus nahmen Unternehmer Rainer Besel, Klaus Zettlmeier, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Hauptamtseiter Andreas Rist am Mittwoch an einem Tisch Platz, um erfreut bekannt zu geben: Ende 2018 soll der Umzug komplett vollzogen sein.

„Wir wollen die Möglichkeit haben, weiter zu expandieren“, erklärte Geschäftsführer Besel den Hauptgrund für den Umzug von Pfronten in die Lechstadt (der Kreisbote berichtete).

„Unsere Strategie geht von keiner Eintrübung der Wirtschaft aus“, so Besel. „Nachdem wir glauben, einen guten Plan für ein weiteres Wachstum zu haben, brauchen wir auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Firmen eigene Räumlichkeiten. Dabei wollen wir uns als zuverlässiger Arbeitgeber und Steuerzahler auch mit sozialem Engagement weiter entwickeln.“

In Pfronten sei eine Erweiterung nicht möglich. Deshalb soll ab dem dritten Quartal 2017 mit den Bauarbeiten im „Allgäuer Land“ begonnen werden. Ende 2018 werde die Firma dann „vollumfänglich in Füssen in eigenen Gebäuden arbeiten“. Die Fertigungsfläche in Füssen solle zunächst 6000 Quadratmeter betragen. „Wir müssen die Arbeit auf jeden Fall nicht mehr auf mehrere Hallen wie in Pfronten verteilen.“

100 Arbeitsplätze

Automationstechnik mit Schwerpunkten in der Steuerung- und Automationstechnik hat die Firma Besel & Schwäller in der Vergangenheit erfolgreich gemacht. Die Firma zieht mit 100 Arbeitsplatzen nach Füssen. Im 1995 gegründeten Untennehmen, das auch in Ulm und im ungarischen Pecs vertreten ist, arbeiten auf Elektronik spezialisierte Facharbeiter und Ingenieure.

Hohe Investitionen

Auf Nachfrage bezifferte Besel die geplanten Investitionen auf sechs bis sieben Millionen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, gibt es eine eigene Entwicklungsabteilung. „Das Team hat zehn Mitarbeiter“, sagte er auf Nachfrage des Kreisbote. „Der Geschäftszweck unserer Firma ist der Bau und die Entwicklung von elektronischen sowie elektrischen Anlagen und Steuerungen.“ Kunden von Besel & Schwäller kommen nach eigenen Angaben „hauptsächlich aus dem Anlagen- und Maschinenbau“.

Als Beispiele genannt wurden unter anderem Deckel Maho und Bosch. Darüber hinaus beliefere man Unternehmen der Medizintechnik. „Uns ist Innovation besonders wichtig“, betonte Besel. „Unser Wachstum hat bisher in Pfronten in angemieteten Werkshallen stattgefunden“, so der Geschäftsführer weiter, der ursprünglich den Beruf Kunstschmied gelernt hatte und sich in Betriebswirtschaftslehre fortgebildet hat. „Wir kommen aus dem Handwerk.“

Das gelte auch für Partner Leonhard Schwäller. Der Gewerbepark „Allgäuer Land“ biete Untennehmen „eine gute Lage und Erreichbarkeit. Besel drückte dies humorvoll aus: „Die halbe Welt fährt vorbei.“ Beim Pressegespräch betonten die vier Teilnehmer außerdem: Von Anfang an sei das Klima professionell und freundlich gewesen. Daher sei es in positiven Gesprächen gelungen, den geplanten Firmenumzug nach Füssen schnell und auf einer vertrauensvollen Basis auf den Weg zu bringen.

Chris Friedrich

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