Sanierte OP-Säle im Krankenhaus werden wieder eröffnet

Ein freudiger Anlass

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Alles nagelneu: Die Leiterin des Anästhesie- und OP-Bereichs der Klinik Füssen, Heike Konert (links), zeigt Landrätin Maria Rita Zinnecker (3. v. r.) und zahlreichen anderen Gästen der Eröffnungsfeier die frisch sanierten Räumlichkeiten. 

Füssen – Obwohl die meisten Menschen dort vermutlich nicht so gerne hin wollen, tummelten sich am vergangenen Mittwoch etwa 40 Besucher in den drei Operationsälen des Klinikums.

Sie waren gekommen, weil es in Füssen „wieder mal einen freudigen Anlass“ gab, wie Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sagte – die Einweihung der neuen OP-Säle.

Diese mussten nach einem Brand im Oktober 2014 komplett saniert werden, da giftige Rußpartikel sich in Wänden, Decken und Böden festgesetzt hatten. Die neuen Säle seien nun „ganz frisch fertig geworden“, wie der Vorstand des Klinikverbunds Kaufbeuren-Ostallgäu, Dr. Philipp Ostwald, bei der offiziellen Wiedereröffnung am Mittwoch vergangener Woche betonte.

Trotz der allgemeinen Freude über die mehrere Millionen Euro teure Komplettsanierung des Operationsbereichs erinnerte die Leiterin der Anästhesie- und OP-Abteilung des Krankenhauses, Heike Konert, mit den Worten „wir haben eine harte Zeit hinter uns“ daran, dass das Klinikpersonal in der Vergangenheit schweren Belastungen ausgesetzt gewesen sei.

So habe man in der ersten Zeit nach dem Brand, der vermutlich von einem Kurzschluss in einem Technikraum verursacht worden war (der Kreisbote berichtet mehrfach), nach Kaufbeuren fahren müssen. Dort war nach dem Brand kurzerhand eine Station für Füssener Patienten mit Füssener Personal eingerichtet worden. Und auch anschließend habe man wegen der beengten Verhältnisse in den provisorisch aufgebauten OP-Modulen in Füssen mit einigen Unannehmlichkeiten zu tun gehabt.

Konert freute sich aber schließlich wie die vielen zur Eröffnungsfeier erschienenen Füssener Stadträte und anderen Gäste darüber, dass es nun vorwärts gehe: „Die Zeit der sehr harten Belastung ist vorbei.“

Hell und modern

Vor einem Rundgang durch die renovierten, „sehr hell und modern“ eingerichteten OP-Säle erklärte Klinik-Vorstand Ostwald, dass im Zuge der Sanierung eine Fläche von insgesamt rund 2500 Quadratmeter instand gesetzt und alles in allem 55.000 Meter Kabel verlegt worden seien.

Nun sei er „glücklich und froh“, dass während der Sanierungsmaßnahmen „alles reibungslos vonstatten“ gegangen sei. Dafür dankte er nicht nur den „Mitarbeitern und dem OP-Team“, sondern auch den „Patienten, die uns die Treue gehalten haben.“ In dem „Notfallkrankenhaus an den Alpen“, wie Ostwald die Füssener Klinik nannte, sei man „gut versorgt“, fügte Landrätin Maria Rita Zinnecker hinzu.

lex

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