Kopfschütteln in Brunnen

Für Erheiterung aber auch Kopfschütteln hat die jüngste Sitzung des Schwangauer Gemeinderates gesorgt, in der es um die 3. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich Brunnen sowie die  Neuaufstellung des Bebauungsplans Nr. B2 „Ortskern Brunnen“ ging. Die Pläne lagen in den vergangenen Wochen aus, um eine Beteiligung der Bevölkerung und Träger wichtiger Belange zu hören. Für Unverständnis sorgte allerdings die Haltung und der Kenntnisstand des Planers Gerhard Abt.

Das Thema Brunnen lässt den Gemeinderat Schwangau nicht los, auch wenn es aktuell nur um die Entwürfe für den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan geht. Grundsätzlich aber geht es den Brunnener Bürgern darum, dass hier möglicherweise mit einer massiven Bebauung einem Bauern geholfen werden soll. Umstrittende Aussagen Wie bereits berichtet, sollen im Bereich Brunnen auf dem zur Zeit noch nicht bebauten Gelände östlich der Seestraße Wohnungen entstehen. Einerseits sollte hier ein Hotel erweitert werden, nun kamen noch mehrere Wohneinheiten dazu. Die sollen allerdings aufgeteilt in zwei Blöcke entstehen. Dass der geplante Bau nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, zeigte nicht nur die Anwesenheit zahlreicher Bürger, sondern auch, dass, obwohl es hier nur um die Abwägung der Einwendungen ging, mehrere Gemeinderäte den Mut aufbrachten, dagegen zu votieren. Für heftige Diskussionen sorgten dabei unter anderem die Möglichkeit, dass man dem Landwirt Johann Helmer einerseits in seiner misslichen Lage helfen wolle, dieser aber andererseits den Verkauf und die Bebauung seiner Grundstücke als Argument nutzen könnte, seinen Hof auszusiedeln. Was der Gemeinderat verhindern möchte. Für Erheiterung sorgte dann die Ausführung Abts, in der er formuliert hatte, ein Landwirtschaftlicher Betrieb könne die eigene Sanierung heutzutage nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Weiterhin formulierte Abt, der jegliche Einwendung seitens des Landratsamtes oder entsprechender Behörden abgeschmettert hatte, dass ein Landwirt unter den Bedingungen mit der Lebensgrundlage Milchwirtschaft die Existenz nicht mehr stemmen könne. Für die Bürger aus Brunnen hingegen erscheint der Bau der Gebäude wie eine Zerstörung der Schokoladenseite Brunnens. Nur Johann Stöger, Robert Berchtold und Carolin Klughammer sowie Roman Seider hatten gegen die Abwägungen votiert, die nun in einen Billigungsbeschluss zur Auslegung der Pläne münden. Nun haben abermals die Bürger die Möglichkeit, gegen die Bebauung Einwendungen vorzubringen.

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