Keine Einsparungen auf Kosten des Personals

Ab Mai wird gebaut

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Einstimmig wieder gewählt und daher weiter im Einsatz für das Füssener Krankenhaus: Vorsitzende Gerda Bechteler (v.l.), Schriftführerin Andrea Mahler, Kassier Johann Hell und der 2.Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Andreas Feil.

Füssen – Die Klinik Füssen wurde mit über 16.000 Euro im Jahr 2014 unterstützt. Geldgeber war der Verein der Freunde und Förderer des Füssener Krankenhauses, der inzwischen 328 Mitglieder hat.

Als Gäste in der Jahreshauptversammlung berichteten jetzt Klinikvorstand Dr. Philipp Ostwald und Dr. Martin Hinterseer, der Ärztliche Direktor in Füssen, über den Status quo und die Ziele. Beifall gab es für Klinikvorstand Dr. Philipp Ostwald, der im Casino der Klinik Füssen erklärt hatte: „Unser Klinikdefizit geht stark zurück.“ Es habe sich mittlerweile mehr als halbiert. Eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen, „deren Wirkung sich addieren, ist der Grund dafür, dass wir auf einem guten Weg sind. Füssen wird auch in 30 Jahren noch betrieben.“ 

Die 29 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Krankenhausfördervereins bediente Ostwald mit Zahlenmaterial aus neuen Hochrechnungen, doch diese belegten den positiven Trend. Eine bessere Auslastung und die Vereinheitlichung des Materials sind laut Ostwald wichtige Gründe dafür, dass in den zweieinhalb Jahren seiner Verantwortung für den Klinikverbund „gemeinsam viel erreicht werden konnte“. 

Einsparungen auf Kosten des Klinikpersonals stünden auch künftig nicht auf dem Plan zur wirtschaftlichen Gesundung, so Ostwald auf Nachfrage aus der Versammlung. „Wir brauchen für unser Ziel gute Pflegefachkräfte und Ärzte“, betonte er. 

„Der Pflegebereich wurde aufgewertet. Es gibt im Rahmen dieser Abteilungen Verbesserungen zu früher.“ 

Baubeginn im Mai 

Die beste Kunde von oben an diesem Abend war aber sicherlich: Ab Mai wird endlich gebaut. Der Charme der 70er Jahre wird in einem ersten Abschnitt durch ein modernes Bettenhaus ersetzt (der Kreisbote berichtete). Ostwald skizzierte fünf mögliche Baumaßnahmen. Begonnen werde Ende Mai mit dem Interimsbettenhaus. „Die Kapazität des Baus sind 72 Betten. Sie sollen schon im Dezember zur Verfügung stehen.“ 

Der nächste Bauabschnitt habe schließlich das Ziel, Platz für 90 Betten im akut-stationären Bereich zu schaffen. Im Jahr 2018 würden folglich 162 Betten in der Klinik Füssen bereit stehen. Ostwald betonte, dass „auf die lange Zeit der Versprechungen, die Klinik baulich zu modernisieren, schon im Mai Taten folgen“. 

Seit 15 Jahren sei über die Maßnahmen zur Sanierung immer nur geredet worden. Eine weitere gute Nachricht: Der Schaden durch den Brand im vergangenen Oktober werde, wie es sich jetzt abzeichne, „von der Versicherung übernommen“. 

Gute Zusammenarbeit 

Dr. Martin Hinterseer, der ärztliche Direktor, skizzierte den Status quo und die Ziele des Krankenhauses. Mit dem neuen Herzzentrum sei in Kooperation „ein Angebot zur Lebensrettung und Sofort-Hilfe geschaffen worden, das uns Patienten aus dem Umland und aus Tirol bringt.“ 

Für junge Ärztinnen und Ärzte biete die Klinik attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten an, zum Beispiel zum Herzspezialisten. Hinterseer wies darüber hinaus auf die gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen hin. 

Dass die Klinik moderne medizintechnische Geräte einsetze, sei auch dem aktiven Verein der Freunde und Förderer des Krankenhauses Füssen zu danken, erklärte er. Vereinsvorsitzende Gerda Bechteler und Kassier Johann Hell berichteten über das Wirken des Förderverein. „Seit unserer Vereinsgründung im Jahr 2004 konnten wir dem Füssener Krankenhaus fast 140.000 Euro aus Spenden zur Verfügung stellen“, freute sich Bechteler mit ihrem Team. 

Das Geld für die Einrichtung von vier Palliativzimmern liege mittlerweile ebenfalls bereit. „Diese Spendengelder konnten noch nicht eingesetzt werden, da im Zuge der zu erwartenden Baumaßnahmen die Unterbringung noch nicht konkretisiert ist“, erklärte sie im Gespräch mit dem Kreisboten. „Im Hinblick auf die Spender und die Patienten ist der Förderverein sehr daran interessiert, die Einrichtung möglichst bald zu realisieren.“

cf

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