Pfronten und Trauchgau erhalten Auszeichnung für den Zustand ihrer Friedhöfe

"Sind stolz auf diesen Preis"

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Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung der schönsten Friedhöfe im Ostallgäu: Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann (v.r.), 2. Kreisvorsitzende Elfriede Ott, Landrätin Maria Rita Zinnecker, der Pfrontener Hans-Peter Haslach und Vorsitzender Kaspar Rager.

Füssen/Pfronten/Trauchgau – Als Gastgeber verdiente sich der Füssener Blumen- und Gartenbauverein viel Lob und reichlich Beifall: Erstmals war der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege zu seiner „Herbstversammlung“ nach Füssen gekommen, wo die Sieger im Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ Urkunden entgegen nahmen.

Unter den Preisträgern befanden sich mit Pfronten und Trauchgau auch zwei Kommunen aus dem südlichen Landkreis. Im fast vollen Saal im „Haus der Gebirgsjäger“ erhielt eine Delegation aus Pfronten eine Urkunde für den zweiten Platz. „Wir sind stolz auf diesen Preis. Dafür haben wir auch viel getan“, so die Pfrontener Bürgermeisterin Michaela Waldmann gegenüber dem Kreisboten. 

Der Preisverleihung in Füssen vorausgegangen war schon Ende September in Triesdorf die Jahrestagung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege, wo der Waldfriedhof in Kaufbeuren beim landesweiten Wettbewerb zum schönsten Friedhof im Kreis gekürt wurde. Ziel des großen Wettbewerbes war es, das Bewusstsein der Bevölkerung für gut gestaltete Friedhöfe zu schärfen. 

Bewertet wurden unter anderem die Gliederung des Friedhofs, die Grabstellen, funktionelle Einrichtungen sowie das Gesamtkonzept. In Pfronten freute man sich sehr über Platz zwei. Über den Pfrontener Friedhof heißt es, dass es sich bei dem geschmiedeten „Urnenbaum“ – umgesetzt von Hans-Peter Haslach – um eine „originelle und sinnvolle Idee“ handle. Hier können die Namen der Personen, deren Asche hier bestattet ist „auf Blätter aus Bronze geschrieben und dadurch der Nachwelt erhalten werden. 

Birgit Wehnert von der Kreisfachberatung für Gartenbau und Landespflege im Ostallgäu fasste das jeweilige Urteil der Jury in den zentralen Punkten zusammen. Ihr Vortrag wurde mit Fotos von den Friedhöfen im Landkreis illustriert. 

Bronze für Trauchgau 

Über Bronze freuten sich die Verantwortlichen aus Trauchgau. Der dortige Friedhof hinterlasse laut Jury einen sehr gepflegten Gesamteindruck. Mit erreichten 89 Punkten gegenüber den 91 der beiden Zweitplatzierten – neben Pfronten ist das Buchloe-Hausen – und den 97 des Wettbewerbssiegers schnitt Trauchgau beachtlich gut ab. „Eigentlich gab es nur Sieger, einige Bewerber waren etwas besser“, sagte Kreisverbandsvorsitzender Kaspar Rager aus Germaringen. Er betonte nicht zuletzt, dass es „sehr wichtig für eine Gemeinschaft“ sei, bei dem Wettbewerb dabei zu sein – und dies gelte auch für „Unser Dorf soll schöner werden“, betonte er. 

Ort des Gedenkens 

Zuvor hatte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) einen eigenen Garten mit Sprichwörtern aus aller Welt charakterisiert. Für die Chinesen gelte: „Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem, man einen Garten anlegt.“ Als Ort der Ruhe und des Gedenkens sei ein Friedhof eine würdevolle Anlaufstelle für die Menschen am Ort. Der Füssener Vereinsvorsitzende Andreas Rösel, der sich über das Anwachsen des Vereins von 80 auf 134 Mitglieder freute, sprach die Einladung aus, „den von uns reaktivierten und gern regelmäßig gepflegten Terrassengarten mit Allgäuer Kräutern am Hohen Schloss als Ausflugsziel zu besuchen“. 

Andreas Ullrich, als Dritter Bürgermeister der Stadt Füssen einer der Ehrengäste des Abends, stellte dem ehrenamtlichen Engagement „unserer Vereine und insbesondere dem Blumen- und Gartenverein für einen vorbildlichen Einsatz“ ein gutes Zeugnis aus. Hier werde nachhaltig gearbeitet. Für Ullrichs Grußwort mit einer kurzweiligen Skizze der Geschichte der Stadt gab es ebenso viel Beifall, wie für die Bläser „Vier von der Harmonie“, die flott musizierten.

cf

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