Krimi-Dreh in Haslach

Für „Klarer Fall für Bär" drehte Hans Sigl (v.r.) mit Konstantin Wecker und Christian Tramitz am Grüntensee. F: ZDF, Erika Hauri

„Das wird definitiv ein schöner Film“, da ist sich Schauspieler Hans Sigl sicher. Entspannt in Jeans-Klamotten, die Sonnenbrille in den braunen Locken, genießt er einen Becher Kaffee an einem Holztisch über dem Grüntensee, ehe er in die Maske muss und vor die Kamera tritt. Der Bergdoktor-Darsteller hat in der vergangenen Woche drei Tage lang im Oy-Mittelberger Ortsteil Haslach mehrere Szenen für den Film „Ein Fall für Bär 2 – Herzeleid“ gedreht. Schon der erste Teil entstand im vergangenen Jahr zum Teil im Oberallgäu, für die Fortsetzung kam er gerne wieder, verriet er dem KREISBOTE.

Es ist der letzte Tag in Haslach und der 15. von 20 Drehtagen für den ZDF-Krimi, in dem Sigl die Hauptrolle spielt. Er gibt den Rechtsanwalt Richard Bär, der sich nach dem Unfalltod seiner Frau in eine Bootshütte in seiner Bayerischen Heimat zurückzieht. Im ersten Teil gab es für ihn inmitten der ländlichen Dorfgemeinschaft einen verzwickten Fall zu lösen, nun ist Bär zum zweiten Mal im Einsatz. Für die Szenen im und um das Bootshaus zog es die Filmcrew ins Allgäu. In den Seen um München hat man nämlich keine Ruhe, wie Aufnahmeleiter Herbert Ruf erklärte. „Es ist eine Erholung“, gibt Hans Sigl zu, der sich in der alpenvorländischen Umgebung sichtlich wohlfühlt. Hochkarätig sind Sigls Filmpartner. Bärs Vater, den Dorfpolizisten Walter Bär, verkörpert Musiker Konstantin Wecker. Dass der auch als Schauspieler eine gute Figur macht, wundert Sigl nicht, „Schauspielerei hat viel mit Musikalität zu tun“, sagt der Österreicher. Sein Gegenspieler in Bärs zweitem Fall ist Schauspieler Christian Tramitz, vor allem bekannt als Partner von Michael „Bully“ Herbig. In den letzten Jahren hat der jedoch schon mehrere Rollen im Krimi-Genre verkörpert, mit positiver Resonanz. „Er ist sehr glücklich darüber“, weiß Sigl zu erzählen, der Tramitz beim Dreh zum aktuellen Bär-Film kennenlernte. „Seine Figur schreit nach mehr“, fügt er an. Vor allem die Charaktere seien es, die für ihn den Reiz bei dem Dreh ausmachen. „Wir versuchen beim zweiten Teil noch mehr auf die Dorfgemeinschaft einzugehen“, erläutert Sigl und verspricht mehr Dynamik zwischen den Figuren. Eine Lieblingsszene hat er nicht, denn allzu oft ergeben sich überraschende Ergebnisse bei dem aus eher ruhigen Szenen bestehenden Film. Am Freitag hieß es „Wasser marsch!“ am Set, denn für Richard Bär ging es laut Drehbuch am Bootshaus unter die Dusche. Damit den Schauspieler nicht friert, haben die Film-Leute für warmes Wasser am Grüntensee-Ufer gesorgt, aber da zeigt sich Sigl hart im Nehmen. „ich würde am liebsten in den See hineinspringen“, schmunzelt er, nur die Crew halte ihn davon ab. „Ich mag Seen“. Auch eine Szene zwischen dem Rechtsanwalt und seiner Jugendliebe Ira (Sonsee Neu) stand auf dem Plan. Eine romantische Szene? „Wir haben sie etwas romantisiert“, verrät er. Auch für einen Dritten Teil würde er gerne wiederkommen, „Wenn's nach mir geht auf jeden Fall“, sagt Hans Sigl.

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