Kulturschatz gemeinsam erweitert

Kulturamtsleiter Thomas Riedmiller (v.r.) erläutert die Herkunft der Keller-Gemälde den Füssener und Pfrontener Bürgermeistern, Paul Iacob und Josef Zeislmeier. Foto: Schuster

Zwar keine handfeste Sensation, aber eine Bereicherung sind die neun Gemälde des Künstlers Karl Keller (1823-1904), die die Gemeinde Pfronten und die Stadt Füssen nun gemeinsam angeschafft haben. Geboren wurde der spätbarocke Maler in Pfronten, der beste Platz für die Gemälde ist aber das Museum der Stadt Füssen, wie die beiden Bürgermeister, Josef Zeislmeier und Paul Iacob (beide SPD), am Montag bei der Vorstellung der Werke erklärten.

Karl Keller zählt zu den spätbarocken Malern, die den nazarenischen Stil pflegten, wie Kulturamtsleiter Thomas Riedmiller erklärte. Die neun Gemälde sind mit Ölfarben auf Kupferblech gemalt und zeigen biblische Szenen, die in leuchtenden Tönen gehalten sind. Bereits Karl Kellers Vater Alois und sein Großvater Josef waren Maler. Ein ganzes Konvolut an Handzeichnungen der Kellers, zumeist Skizzen von Fresken, kauften die beiden Gemeinden mit Unterstützung der Regierung von Schwaben bereits 1995. 2006 kamen über 250 Handzeichnungen dazu. Die neun neuen Gemälde erweitern die Keller-Sammlung der beiden Gemeinden, für die das Museum der beste Platz sei. Bis in die 1960er Jahre hingen die Bilder in der Kapelle Zaumberg, die heute zu Immenstadt gehört, erläuterte Riedmiller. „Der nazarenische Stil wurde damals aber regelrecht als Kitsch empfunden“, weswegen Bilder dieser Art oft aus den Gotteshäusern verschwanden – so auch aus der Kapelle Zaumberg. Ein Kunsthändler bot sie nun der Stadt Füssen an, die Anschaffungskosten von „unter 5000 Euro“, so Iacob, teilten sich beide Kommunen. Die Bilder könnten in Zukunft den Kern einer Sonderausstellung bilden.

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