Schulsanierung wird teuer

Als erste Schule im Landkreis soll die Füssener Realschule generalsaniert werden. Foto: Sommer

Marktoberdorf – Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen für dieses und die kommenden Jahre hat jetzt der Leiter des kommunalen Bauamts, Thomas Stöckl, im Kreisausschuss vorgestellt. Vor allem in die Schulen muss der Landkreis viel investieren. Als erstes soll die Realschule Füssen generalsaniert werden.

Die Investitionen in den Hochbau betragen heuer knapp 2,6 Millionen Euro, wie Thomas Stöckl den anwesenden Kreisräte darlegte. Zweieinhalb Millionen Euro verschlingt allein die Erweiterung respektive Sanierung des Nordtraktes des Landratsamtes, die im Oktober 2012 begonnen und heuer noch abgeschlossen werden soll. Insgesamt belaufe sich die Maßnahme auf 6,3 Millionen Euro. Auch im nächsten Jahr gehen die Baumaßnahmen weiter, dann steht die Sanierung der Tiefgarage auf dem Programm, in den Folgejahren will man den Ausbau des Parkplatzes hinter dem Landratsamt angehen, erklärte Stöckl. 

Hier gaben die Kreisausschussmitglieder dem Bauamtsleiter Anregungen mit auf den Weg. So solle man unter anderem mit in die Planungen einbeziehen, dass benachbarte Parkplätze verkleinert würden, hier also Mehrbedarf entstünde. Zudem ging es um die Versiegelung von Flächen respektive den Eintrag von Schadstoffen aus Autos in das Erdreich. Eine Überdachung, so Hubert Endhardt (Grüne), eventuell gekoppelt mit einer Photovoltaikanlage, würde Sinn machen. Auch über ein überdachtes Parkdeck könne man nachdenken, gaben die Mitglieder zu bedenken. 

Im nächsten Jahr wird als erste von zahlreichen Schulen die Realschule Füssen generalsaniert. Noch in diesem Jahr beginnt die Sanierung der Klassenzimmer, in der Realschule Marktoberdorf müssen die Physik- und Chemie-Räume instandgesetzt werden. An allen Schulen des Landkreises sollen über die nächsten anderthalb Jahre Sicherheits- und Orientierungssysteme aufgebaut werden, die Einsatzkräften die Orientierung im Falle eines Amoklaufes oder eines Brandes erleichtern sollen. Man stehe mit zahlreichen Schulen, insbesondere in Winneden in Kontakt, so Stöckl, um deren Erkenntnisse umzusetzen. Die Maßnahme solle rund eine Viertel-Million Euro kosten. 

Mit neun Millionen Euro wird der Neubau des kreiseigenen Bauhofes zu Buche schlagen, derzeit unterhält der Landkreis drei. Da der Standort für die nächsten 30 bis 50 Jahre ausgelegt ist, müsse man strategisch planen, so der Bauamtsleiter. Zum einen sollten die Mitarbeiter kurze Anfahrtswege haben, zum anderen müssen die Fahrzeuge schnell zum Einsatz kommen ohne dass es beispielsweise bei Schneepflügen zu Leerfahrten kommt. Denkbar sei eine „private-public-partnership“, so Stöckl, also eine privat-öffentliche Partnerschaft zur Finanzierung. gau

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