Lebhafte Diskussion

Eine gute Werbung sei die Füssen-Tasche gewesen, die es bei der Landesausstellung zu kaufen gab, erklärte Klaus Keller, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Foto: Schuster

„Es war eine relativ ruhige Sitzung“, erklärte Klaus Keller, Vorsitzender der Werbegemeinschaft nach Ende der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins am Mittwoch vergangener Woche im „Hechten“ gegenüber dem KREISBOTE. Dabei diskutierten die rund 30 Füssener Geschäftsleute überaus lebhaft, vor allem über den Standort des Weihnachtsmarkts, und Bürgermeister Paul Iacob hielt gar eine emotionale Rede. Tops und Flops des vergangenen Jahres beleuchtete Keller kritisch und plante anhand der Erfahrungen die Aktion für das kommende.

Zu Kellers Highlights des vergangenen Jahres gehörten unter anderem das Alphorn Blasen in der Fußgängerzone und die lange Einkaufsnacht vergangenen Herbst, mit der man auch den Abschluss der Landesausstellung gefeiert habe. In Verbindung mit dem kulturellen Großereignis im Kloster St. Mang gestand Keller aber auch einen Misserfolg ein – die Gutscheinaktion mit Flyern, die im Museum auslagen „war ein Flop“. Ausstellungsbesucher hätten per Gutschein Rabatte bei Füssener Geschäften bekommen können, nahmen das Angebot aber kaum an. Nur 14.000 der 20.000 Flyer gingen weg, nur 42 Gutscheine wurden eingelöst. Reizthema Auslagen Eine „Riesensache“ sei auch die Schlosstaler-Aktion gewesen, auch wenn die 500 Gewinn-Gutscheine zu zehn Euro wohl zu viele kleine Preise waren. Viele hätten ihre Gewinne nicht abgeholt und man habe ihnen erst noch nachtelefonieren müssen. Weniger Preise, dafür aber im Bereich von 50 Euro schlug der Vorsitzender für eine diesjährige Neuauflage vor. Die Aufmerksamkeit lenkte Keller auf das Thema der neu zu gestaltenden Auslagensatzung, die die Stadt heuer verabschieden will. Sie soll den Umfang der Warenauslagen vor den Geschäften regeln. „Ganz ohne Ständer geht es nicht“, machte Keller klar. Sonst würden gleich 20 bis 30 Prozent Umsatz fehlen. Man dürfe vor allem nicht die breite der Auslagen danach definieren, wie breit vor dem jeweiligen Geschäft die Steinplatten sind, die in unterschiedlicher Tiefe jeweils am Rand der Fußgängerzone die Straßenoberfläche bilden. „Wir werden mit der Stadt vernünftig verhandeln“, gab er an. Doch gerade hier tut sich offenkundig weiter eine Kluft zwischen Keller und Iacob auf. Erneut störte sich das Stadtoberhaupt an Kellers Aussage „wir verstehen uns als Interessensvertretung gegenüber der Stadt“. Für das Wörtchen „gegenüber“ hat das Stadtoberhaupt kein Verständnis, schließlich befänden sich auch die Geschäftsleute „in“ der Stadt. Er verteidigte seinen Kurs, über den Tourismus das Geschäft anzukurbeln, die jüngsten Kontakte in die Lautenbau-Stadt Cremona führte er als Beispiel an. Die Geschäftsleute störten sich in der anschließenden Diskussion teils daran, dass der Weihnachtsmarkt im Klosterhof stattfinden, abseits von der Innenstadt. Während Keller von schlechten Erfahrungen mit Weihnachtsmärkten um den Stadtbrunnen sprach, überwog bei vielen die Unzufriedenheit mit dem Kloster und wünschten sich eine innenstadtnahe Lösung.

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