Lechbruck lost aus

Manuela Kurpjuwait spielte Glücksfee und zog acht aus dem Topf der 103 vorgeschlagenen Ehrenamtlichen. Mit im Bild Michael Köpf (stehend) und Andreas Heyl. Foto: Sommer

Der Landkreis Ostallgäu möchte die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter besonders belohnen. Deshalb wurde beschlossen, heuer erstmalig, einen Ehrenamtskarte einzuführen, die, in Verbindung mit der Königscard, den Ehrenamtlichen kostenlosen Eintritt und Vergünstigungen ermöglichen soll. Im gesamten Ostallgäu werden 500 Karten verteilt, Lechbruck erhält daraus acht. Die wurden nun an „verdiente“ Ehrenamtliche verlost.

Schon in der vorangegangenen Ratssitzung hatten die Gemeinderäte über die Ehrenamtskarte des Landratsamtes debattiert und erneuerten ihre Ansicht, dass das ganze „ein Witz“ sei. Man habe bereits jetzt, von Bürgern und Vereinen eingereicht, 103 Vorschläge für die Karte, so Bürgermeister Helmut Angl. Wem solle man die Karten den nun zuerkennen, die zwei Jahre Gültigkeit haben, war die sich anschließende Frage. Die Vorgeschlagenen stammen vorwiegend aus den Vereinen, dem Trachten- und Museumsverein, dem Alpenverein, der Musik und den Schützen sowie den Sportlern, dazu hatte die Gemeinde Mitarbeiter nominiert. In der vergangenen Sitzung war schließlich der Vorschlag gefallen, man solle unter den Vorschlägen einfach auslosen. Dem folgten die Räte nun, wobei Manuela Kurpjuwait Glücksfee spielen durfte und acht Namen aus den 103 eingereichten zog. Somit dürfen sich jetzt Josef Hansbauer (Sportverein), Ingrid Steinhauser (Museum), Georg Schuster (Schützen), Michael Pfeifer (Feuerwehr), Georg Müller, Markus Geier und Herbert Thieme von der Musik sowie Franz Lederhofer (Gemeinde) über die Ehrenamtskarte freuen. Während in der Gemeinde Lechbruck die Überzeugung vorherrschte, dass die Karte „Quatsch“ sei und man Geld rauswerfe, während man lieber den einzelnen hervorheben sollte, ist man im Landratsamt der Überzeugung, die Wünsche der Ehrenamtlichen zu treffen. In einer Pressemitteilung wird Landrat Johann Fleschhut so zitiert: „Mit den kostenlosen Angeboten der Karte treffen wir nach Gesprächen die Wünsche der Ehrenamtlichen. Diese wollen nicht nur Vergünstigungen oder Rabatte“. Mittels der Königscard, die mit der Ehrenamtskarte vergeben wird, können die Ehrenamtlichen in der Hauptsache touristische Attraktionen im Ostallgäu, dem Außerfern sowie in der Ferienregion Ammergauer Alpen nutzen.

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