Team um das Musical Ludwig² zieht Bilanz

Alles ist "positiv gelaufen"

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Matthias Stockinger als Ludwig II.

Füssen – Ein positives Fazit hat jetzt das Team des Musicals „Ludwig²“ gezogen. Am Sonntag ging die letzte der 29 Vorstellungen über die Bühne. Ob das Musical auch 2017 nach Füssen zurückkehrt, hängt von der Entwicklung im Festspielhaus Füssen ab. Das gibt jetzt eine Sprecherin des Hauses bekannt.

Das Team, allen voran Initiator und Regisseur Benjamin Sahler, ist erschöpft aber glücklich. Die Wiederaufnahme des „Musicals „Ludwig²“ mit der Musik von Konstantin Wecker, Christopher Franke und Nic Raine sowie dem Text von Rolf Rettberg im Festspielhaus in Füssen ist geglückt. „Insgesamt ist alles nur positiv gelaufen. Es gab jeden Abend Standing Ovations, das war einfach unglaublich und oft habe ich Gänsehaut bekommen“, so Sahler. „Die Auslastung lag bei mindestens 75 Prozent, wir haben rund 30.000 Tickets verkauft. Und es gab eine unglaubliche Medienresonanz, Hunderte begeisterter Zuschriften per Mail und auf Facebook und vier umjubelte Auftritte unseres Schirmherrn René Kollo.“

Eine großartige Stimmung herrschte laut Pressesprecherin auch beim Treffen des Ludwig² Musical-Fanclubs und am Geburtstag Ludwigs II., der mit einem Großfeuerwerk endete.

Wiederkehr ist möglich 

Sahler: „Eine Wiederkehr nach Füssen nächstes Jahr ist nicht ausgeschlossen, wenn das Festspielhaus spielbereit und ein Investor gefunden ist.“ Denn das Haus musste Insolvenz anmelden. Bis jetzt wurde das Haus laut Insolvenzverwalter Dr. Marco Liebler noch nicht verkauft. Da die finanziellen Mittel fehlen, muss der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben zum Mittwoch den Geschäftsbetrieb im Festspielhaus einstellen.

Im Festspielhaus hob sich vom 11. August bis 4. September bei 29 Vorstellungen der Vorhang für „Ludwig²“. Zum Ensemble gehörte der Musical-Star Uwe Kröger, der als Psychiater Dr. Gudden auf der Bühne stand. Als Schirmherr des Musicals gab René Kollo, Wagnertenor, vier Mal den Schattenmann. Mit den Musicaldarstellern Matthias Stockinger als König Ludwig II. und Anna Hofbauer als Kaiserin Elisabeth von Österreich spielten zwei Profis die Hauptrollen. Ein Wiedersehen auf der Bühne gab es auch mit Suzan Zeichner.

Angesichts der vorangegangenen wirtschaftlichen Misserfolge anderer Produzenten hatte Benjamin Sahler mit seiner Produktionsgesellschaft Big Dimension die Finanzierung des Musicals mit Hilfe eines „Crowdfundings” auf eine solide Basis gestellt. Das zunächst auf 75.000 Euro angelegte „Crowdfunding” hatte mehr als 165.000 Euro gebracht. Es war laut Pressesprecherin das erfolgreichste Crowdfunding, das es je für ein Theaterprojekt in Europa gab.

kb

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