Mehr Flüchtige - Weniger Raser

Die höchste Zahl an Unfällen seit 2008 registrierte die Polizei Füssen im vergangenen Jahr. Grafik: Polizei

In etwa stagnierend lesen sich die Unfallzahlen von 2011, die die Polizeiinspektion Füssen jetzt vorgelegt hat. Ähnlich viele Unfälle wie im Vorjahr zählten die Beamten, gleich viele Tote, wenn auch mehr Verletzte. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Unfallfluchten.

Im KREISBOTE ist es häufig zu lesen: Autofahrer parken ihren Wagen, machen ihre Erledigungen und als sie wieder zu ihrem Auto zurückkommen, hat es eine Delle oder gar schlimmeres. Der Verursacher ist unbekannt, der Schaden gerne mal viele hundert Euro teuer. „Leider stieg die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die sich nach einem Verkehrsunfall unerlaubt von der Unfallstelle entfernten von 179 auf 207 deutlich an“, heißt es im Unfallbericht. In 87 Fällen jedoch gelang es den Beamten, den Flüchtigen ausfindig zumachen und ein Strafverfahren einzuleiten. Teils waren hier aufwändige Ermittlungen nötig. Oft waren es aber auch Zeugen, die den Unfall beobachtet oder sich nach Veröffentlichung bei der Polizei gemeldet haben. Ihnen danken die Beamten besonders. Sorgen machen der Polizei vor allem auch Senioren und Fahranfänger. An 100 Unfällen waren 2011 Menschen zwischen 18 und 24 Jahren beteiligt – 65 Mal schuldhaft. Überhöhte Geschwindigkeit „ist immernoch Unfallursache Nummer 1 bei jungen Erwachsenen“, heißt es im Bericht. 125 Mal waren Personen über 65 in Unfälle verwickelt, 90 Mal waren sie Verursacher. Häufigste Ursachen hier: Fehler beim Abbiegen und Missachtung der Vorfahrt. Um Unfälle zu vermeiden, setzt die Polizei weiterhin auf Geschwindigkeitskontrollen. Sie hätten sich vor allem in der Nähe von Schulen und Kindergärten als geeignetes Mittel erwiesen. Allerdings ist die Zahl der Raser stark zurückgegangen. 194 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit wurden zwar registriert, entkamen aber der Polizei, 2010 waren es noch 287. 14 Fahrverbote sprachen die Beamten aus, gegenüber 25 im Vorjahr. Spitzenreiter innerorts war übrigens ein Autofahrer, der mit 95 km/h durch Eisenberg gerauscht war. Bei den Kindern wollen die Beamten bereits mit der Prävention beginnen. Etwa durch vorschulische Verkehrserziehung und Verkehrserziehung an der Schule. Dazu gehöre auch die „Fahrradschule“, die den Viertklässlern das richtige Verhalten als Radler im Straßenverkehr beibringen soll. Neben Aktionstagen unterstützt die Füssener Polizei auch die Aktion BOB der Landesverkehrswacht, die ab diesem Frühjahr junge Autofahrer mit kostenlosen alkoholfreien Getränken dazu motivieren soll, ihre Freunde sicher nach Hause zu bringen.

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