Amtsantritt mit Herzklopfen

Michaela Waldmann spricht die Eidesformel nach, die Klaus Frick (2.v.r.) ihr vorliest. Sie wird flankiert vom 2. Bürgermeister Philipp Trenkle (rechts) und vom 3. Bürgermeister Manfred Seeboldt (links). Schuster

Pfronten – Jetzt ist es so weit: Michaela Waldmann hat am Donnerstag vergangener Woche die Amtsgeschäfte als Bürgermeisterin in Pfronten übernommen. Etwas nervös eröffnete sie ihre erste Gemeinderatssitzung, in der sie den Amtseid ablegte. Der Zuschauerraum war fast voll besetzt.

„Wenn Sie jetzt ganz leise sind, könnten Sie mein Herz schlagen hören“, sagte die neue Rathauschefin zu Beginn ihrer ersten Gemeinderatssitzung. Neben den Gemeinderäten und Zuhörern begrüßte sie auch ihren Mann Hans-Peter, der an diesem Tag Geburtstag hatte sowie einige persönliche Freunde, die ihr damals bei der Entscheidung, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren beigestanden haben. Am 15. Dezember 2011 sei es gewesen, da habe sie als Mitarbeiterin des Landratsamts an einer Sitzung des Gemeinderats teilgenommen, blickte Waldmann zurück. Damals habe sie offenbar einen guten Eindruck hinterlassen, denn im Januar 2012 sei sie erstmals gefragt worden, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne. „Damals ist ein kleiner Funke übergesprungen“, meinte sie. „Ich bin bis 2020 gewählt, Sie jedoch nicht“, erinnerte sie die Gemeinderäte, die sich 2014 wieder zur Wahl stellen müssen. Sie appellierte an die Räte, „Diese Zeit gemeinsam zu nutzen, um für Pfronten gemeinsam etwas zu tun“. Warme Worte gab es denn auch von den Fraktionsvorsitzenden. „Die CSU sichert Ihnen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu“, meinte Peter Scholz, „Wir lassen Sie nicht allein“, versprach Dr. Otto Randel (Pfrontner Liste), „Viel Kraft für diese große neue Aufgabe“, wünschte Klaus Frick (SPD), „Sie haben uns überzeugt“, sagte Heinz Heer im Namen der Freien Wähler. Auch der zweite Bürgermeister von Pfrontens französischer Partnergemeinde Thoiry, Sammy Riesen, sprach ein Grußwort. „Ich möchte Ihnen im Namen unseres Bürgermeisters und Gemeinderats herzlich gratulieren“, sprach er in ausgezeichnetem Deutsch zur neuen Bürgermeisterin. Die Feiern zum zehnjährigen Partnerschaftsjubiläum beider Dörfer im vergangenen Jahr seien ein voller Erfolg gewesen. „Es würde uns freuen, Sie bald in Thoiry empfangen zu dürfen“, so Riesen. Die Nervosität war Michaela Waldmann beim Amtseid anzumerken, als sie erst beim dritten Anlauf die Eidesformel so richtig hinbekam, die das älteste Gemeinderatsmitglied, Klaus Frick, ihr vorlas. Eine reine Formalität war dann nur noch die Bestellung Waldmanns zur Standesbeamtin, so dass sie auch Ehen schließen darf. „Die Hochzeitspaare haben es auch leichter“, scherzte Waldmann, als sie bei der Eidesformel zum „Spickzettel“ griff. „Denn die sind immer zu zweit.“ ps

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