"Multikulti" im ganzen Außerfern

Farbenprächtig präsentierte sich die türkische Kapelle „Mehter Takimi“ auf dem Reuttener Zeillerplatz.

Mit Ausstellungen, viel Musik und Auftritten von Volkstanzgruppen startete die Außerferner Kulturinitiative „Huanza“ in ihre 22. Kulturzeit im Außerfern. Einer der Höhepunkte dieser Auftaktveranstaltung war ohne Zweifel das musikalische Zusammentreffen zweier völlig unterschiedlicher Kulturkreise, nämlich der Bürgermusikkapelle Reutte und der türkischen Kapelle „Mehter Takimi“ auf dem Zeillerplatz.

Das alljährliche Kulturtreffen, mittlerweile nicht mehr nur auf die Marktgemeinde konzentriert sondern auf das gesamte Außerfern, steht unter dem Motto „Stadt – Land – Fluss“. „Über dieses Thema, abgeleitet von einem alten Kinderspiel, hat unser Team versucht, einen Parcours zu finden, von dem wir mit Recht erwarten dürfen, dass er einen kritischen Querschnitt durch die Gegenwartskunst darstellt“, so „Huanza“-Obfrau Veronika Kunz-Radolf bei der Eröffnungsbegrüßung der zahlreichen Gäste. Neben einer Skulpturenpräsentation beim Kirchplatz wurde auch eine Ausstellung im Glasgang beim Bezirksgericht der Künstlergruppe „Insieme“ eröffnet. Dass der multikulturelle Charakter der Kunst keine Grenzen kennt, zeigte das bereits oben erwähnte Treffen zweier Kapellen, deren unterschiedlicher Ursprung zum einen im tirolerisch/bayrischen Bereich und zum anderen im Vorderen Orient liegen. Reuttes Bürgermeister Alois Oberer betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die landschaftlich äußerst reizvolle Region des Außerferns, mit ihrer ausdrucksstarken und markanten Gesellschaft, ein breites Spektrum für künstlerische und kulturelle Darstellungen und Interpretationen bietet. „Der von ‚Huanza’ durchgeführte Kulturherbst ist zweifellos zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Außerferner Szene geworden. Jedes Jahr stellt sich die Kulturinitiative dieser besonderen Herausforderung, obwohl es in der Vergangenheit nicht nur Zuspruch, sondern auch ziemlichen Gegenwind gegeben hat“, stellte Oberer fest. Aber schließlich sei es nicht Aufgabe der Kunst nur schön zu färben, sondern auch wach zu rütteln, andere Sichtweisen aufzuzeigen und natürlich auch zu provozieren. Kunst und Kultur sei damit einer der treibenden Motoren für die Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft. In den folgenden Wochen werden im gesamten Außerfern von Vils und Rieden über Pinswang bis nach Grän, Tannheim und Breitenwang Veranstaltungen zu und mit den verschiedensten Themen stattfinden. Weitere Informationen finden Sie unter www.huanza.com oder den öffentlich ausliegenden Programmheften.

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