Ein Museum für bayerische Könige

In den vergangenen Monaten entstand ein in Europa einmaliges Museum. Teilweise sind bisher noch nie gezeigte Stücke der Wittelsbacher zu sehen. Foto: privat

Lange war von einem dritten Schloss für Hohenschwangau die Rede. Doch was in gut zehn Monaten im ehemaligen Luxushotel Alpenrose zu Füßen der Königsschlösser entstanden ist, sucht seinesgleichen in Europa. So ist eine Ausstellung über das bayerische Königshaus und die Geschichte der Bayernherrscher entstanden - mit zum Teil noch nie gezeigten Exponaten. Am Samstag öffnet das Museum seine Pforten für die Öffentlichkeit. Dazu gehört auch eine anspruchsvolle Gastronomie, die zusammen mit dem Museum das Königshaus in die Neuzeit holt.

Der König wäre zufrieden, ist sich Dr. Elisabeth von Hagenow sicher. Die Kunsthistorikerin des Wittelsbacher Ausgleichsfonds zeichnet verantwortlich für das, was im, am und um das alte Luxushotel entstanden ist. Mit einem Vierteljahr Verspätung, die vor allem den unerwarteten Bauschäden, aber auch dem vorzeitigen Wintereinbruch 2010 geschuldet ist, erstrahlt die alte „Alpenrose“ in neuem Glanz. Während der Jugendstilbau die Technik und Gastronomie beherbergt, entstand im Zwischenbau zum Jägerhaus auf rund 1.000 Quadratmetern das neue Museum, welches sich ganz der Familie Wittelsbach widmet. Mit einem Stammbaum und ausgewählten Mitgliedern der Familie wird deren Ursprung gezeigt, weiter geht es über die großen Bayernherrscher Maximilian und Ludwig bis zum Ende der bayerischen Monarchie im Jahre 1918 unter Prinzregent (und König) Ludwig III. Gezeigt wird aber auch, wofür sich die Familie eingesetzt hat, die industrielle Entwicklung Bayerns in dieser Zeit und die politischen Beziehungen. Dazu kommen sehr viele, bisher noch nie oder in dieser Zusammenstellung gezeigte Exponate, so der Krönungsmantel Ludwigs II., das Tafelservice Luitpolds und der Tischaufsatz der Wittelsbacher sowie der Alpenrosen-Orden, den Königinmutter Marie verlieh.

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