Mitterseebad: Arbeitsgruppe hinkt dem Zeitplan hinter her

Intensive Diskussionen

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Das Füssener Mitterseebad in den 1920er Jahren. Ob das Bad saniert und erhalten wird, ist derzeit noch offen. Noch immer gibt es kein fertiges Konzept.

Füssen – Eigentlich sollte eine Arbeitsgruppe bis Ende Mai ein „beschlussreifes“ Konzept erarbeiten, wie es in Zukunft mit dem Mitterseebad weitergehen soll. Doch dieser Zeitplan ist nicht mehr zu halten. Wie aus den Reihen des Arbeitskreises zu hören ist, ist eine weitere Sitzung für Mitte Juni geplant.

Nach Auffassung einiger Mitglieder tendiert die Gruppe derzeit aber in Richtung Sanierung und Erhalt des Bades. Das letzte Wort hat aber der Stadtrat. Das Mitterseebad abreißen und renaturieren, es im Rahmen eines Kneippkurparks in ein frei zugängliches Naturbad umbauen oder die Badeanstalt grundlegend sanieren und damit erhalten – diese drei Optionen stehen zur Diskussion (der Kreisbote berichtete mehrfach).

Wie diese konkret umgesetzt werden können, sollte bis Ende diesen Monats eine Arbeitsgruppe konzeptionell ausarbeiten. So beschloss es kurz vor Weihnachten der Stadtrat. Doch daraus wird nichts. „Das Konzept ist immer noch nicht fertig“, berichtet Bad-Befürworterin und Arbeitsgruppen-Mitglied Dina Bader auf Anfrage unserer Zeitung Anfang der Woche. Deshalb solle im Juni eine weitere Sitzung der Arbeitsgruppe stattfinden.

 In dieser sind neben Bader und ihren Mitstreiterinnen unter anderem Vertreter der Fraktionen im Stadtrat, Bürgermeister Paul Iacob, Tourismuschef Stefan Fredlmeier sowie Vertreter des Landschaftsarchitekturbüros Hofmann & Dietz aus Irsee und Angehörige der IG Bad Faulenbach.

Iacob für Erhalt?

 Bader und ihre Mitstreiterinnen sind mittlerweile aber trotz anfänglicher Skepsis vorsichtig optimistisch, dass das vor allem bei Einheimischen beliebte historische Bad erhalten bleibt und im Lauf der nächsten Jahre – aus Kostengründen Stück für Stück – saniert wird. „So ist die Stimmung im Moment“, sagte sie. Zudem seien dieser Tage bereits einige erforderliche Reparaturarbeiten vom Füssener Bauamt begonnen worden. Viel wichtiger aber: Bürgermeister Iacob habe erkennen lassen, für den Erhalt zu sein, berichtet Bader. Iacob weilt derzeit im Urlaub und war deshalb bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe für eine Stellungnahme nicht erreichbar. #

Stadtrat entscheidet

 Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier hielt sich auf Anfrage bedeckt, bestätigte aber, dass es noch eine weitere Sitzung im Juni geben soll. „Alle Optionen werden intensiv und mit kompetenter Begleitung durch das Büro Hofmann & Dietz diskutiert“, sagte er. „Ich kann nicht erkennen, dass zum jetzigen Zeitpunkt bestimmte Alternativen komplett ausgeschlossen werden.“ Das letzte Wort, so FTM-Chef Fredlmeier, habe ohnehin der Stadtrat, der letztlich über die ausgearbeiteten Konzepte zu entscheiden habe. Dafür brauche das Gremium zunächst „eine Auswahl aus zwei, drei klar differenzierten Vorschlägen“. Wann das Thema erneut im Stadtparlament auf die Tagesordnung kommt, ist derzeit noch unklar.

Matthias Matz

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