Wertachtalbrücke ist wieder geöffnet

Die Geschäftsführer der Baufirmen, Felix Schmid (v.l.) und Peter Groll, Bauamtschef Bruno Fischle, Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger, der Stv. Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut, Oy-Mittelbergs Bürgermeister Theo Haslach und sein Nesselwanger Amtskollege Franz Erhart eröffnen die sanierte Wertachtalbrücke. F: Knoll

Allgäu – Seit Freitag können Autofahrer wieder über die B 309 von Oy-Mittelberg nach Nesselwang fahren. Denn die Wertachtalbrücke ist nach zwei Jahren Bauzeit nun fertig. Nachdem die Pfarrer Roland Högner und Martin Weihnreich die Brücke gesegnet hatten, weihte ein Autokonvoi die Brücke ein.

„Irreparable Korrosionsschäden“ hatten eine Sanierung der 60 Jahre alten Brücke nötig gemacht, erklärte der Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten, Bruno Fischle. Während die Betonfahrbahnplatten und das Stahltragwerk komplett ausgetauscht werden mussten, wurde der Unterbau, also die Pfeiler und Widerlager, nur saniert. Dabei kamen Kosten von circa 8,4 Millionen Euro zusammen. Für 1,6 Millionen Euro wurde außerdem in dem Bereich Geh- und Radwege vom Ost- ins Oberallgäu angelegt, drei Kilometer der Bundesstraße 309 und drei kleinere Brücke saniert sowie ein Parkplatz mit Bushaltestelle angelegt. Finanziert hat das Projekt komplett der Bund, so Fischle und freute sich, das alles „termingerecht und kostengerecht abgewickelt worden war“. 

Beim Bauen gab es allerdings einige Herausforderungen, sagte der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma, Felix Schmid. Die größte war die Arbeit in einer Höhe von 40 Metern. So mussten die Arbeiter beispielsweise aufpassen, dass beim Abbruch der alten Fahrbahn keine Betonteile ins Tal stürzten. Außerdem wurde der alte Stahlüberbau durch den neuen im sogenannten Taktschiebeverfahren ausgetauscht. Das hatte man laut Schmid bisher nur bei Brückenneubauten angewandt. Insgesamt liefen die Arbeiten aber gut ab und man sei von größeren Unfällen verschont geblieben. Allerdings kam es „im Umfeld der Baustelle zu einem tragischen Unfall“, der „uns noch immer sprachlos und betroffen macht“, so Schmid. 

Für ihr Verständnis für die eineinhalbjährige Vollsperrung der Brücke bedankte sich Fischle abschließend bei den Verkehrsteilnehmern und wünschte ihnen für die Zukunft „ein allzeit sicheres und verantwortungsvolles Benutzen“ der neuen Brücke. kk

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