Die Nachbarn kriegen’s ab

Walter Sirch (stehend) wäscht beim Schwangauer Starkbieranstich Bürgermeister Paul Iacob den Kopf. Foto: gau

Es ist der erste Starkbieranstich im Altlandkreis und darauf ist man stolz in Schwangau. Zum 29. Mal wurde vergangenen Mittwoch die fünfte Jahreszeit, die Starkbierzeit, im Schneiderhanser eingeläutet und dabei auch ein bisschen die Politik und die Ereignisse der vergangenen Monate auf die Schippe genommen und karikiert. Nach zwei Schlägen konnte Bürgermeister Reinhold Sontheimer verkünden: „O’zapft is‘ “.

„In Füssen muss man die schulden abbauen. Sonst wird da nix mer gebaut“. Natürlich lieferte Schwangaus Nachbarstadt schöne Vorlagen für die Fastenpredigt, die Walter Sirch in diesem Jahr nun schon zum dritten Mal halten durfte und vielleicht beim einen oder anderen zum Nachdenken anregte. Nachdem das Faschingsprinzenpaar den Schlüssel zur Gemeindestube zurückgegeben hatte und der Gerstensaft aus dem Fass Freibier strömte, übernahm der Vorstand des oberen Lechgaus das Wort. Viel hatte Sirch, im Gau für die Mundart zuständig, zusammengetragen über die letzten Monate. Von der offenen Stallhaltung im quergelatteten Landratsamt über den, auch beim Starkbieranstich absenten Landrat (nicht nur beim Oberdorfer Fasching). Von Der Krabbelgruppe des Füssener Stadtrates oder dem Seniorenwohnen in Schwangau, dem Bürgerbegehren, das dagegen ist und der Dorfstraße in Buching, die man Ausschildern muss. Auf die Spitze getrieben Sirch hatte schöne Themen aufgelesen, hatte sich seine Gedanken gemacht und ein bisschen auf die Spitze getrieben, ehe er den Gästen, neben zahlreichen Schwangauern, Hoteliers aus der Region und Handwerkern, Freunden der Familie und auch der Ostallgäuer Landtagsabgeordneten Angelika Schorer so manchen Schildbürgerstreich auf dem Silbertablett servierte – frei nach dem Motto: In Füssen erinnert immerhin noch der Verkehr daran, dass man in einer Stadt ist. Das nahm sogar Füssens Bürgermeister Paul Iacob mit Humor auf, hatte doch Wolfgang Schopper und der Paulanerbrauerei das erste Fass Salvator spendiert – ein süffiges Bier mit 18 Prozent Stammwürze und 7,5 Prozent Alkohol. Nicht nur als Nahrungsergänzung für die Fastenzeit, sondern auch geeignet um interessante und lockere Gespräche zu führen. Beim 30-Jährigen im kommenden Jahr sollte man sich dann aber auf Besonderes gefasst machen.

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