Feneberg plant zwei neue Märkte in Pfronten

Neuer Anlauf

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In der Meilinger-Straße soll der neue Feneberg-Markt gebaut werden.

Pfronten – Aus eins mach zwei: Die Kemptener Firma Feneberg will im Ortsteil Ried gleich zwei neue Filialen bauen. Das teilte Geschäftsführer Christof Feneberg vergangene Woche in einer Infoveranstaltung im „Haus des Gastes“ mit.

Nach dem Neubau in der Meilinger-Straße soll der alte Markt neben dem Gasthof „Falkenstein“ von Grund auf saniert werden und erhalten bleiben. Ziel sei ein kleinerer „Nachbarschaftsladen“, so Geschäftsführer Feneberg.

Seit der Entscheidung der Bürger von 2010, keinen neuen Markt auf dem ehemaligen TSV-Gelände zu errichten, seien mittlerweile sechs Jahre vergangen und die Situation am alten Markt habe sich erheblich verschlechtert, erläuterte der Geschäftsführer den Zuhörern.

Der alte Markt,der zu Beginn der 80er Jahre errichtet wurde, sei mittlerweile in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Auch gebe es am alten Standort viel zu wenig Parkplätze, um in den Sommermonaten die zusätzlichen Autos unterzubringen. Der Kunde wolle einfach mit seinem Einkaufswagen von der Kasse direkt zu seinem Auto fahren können, so wie in modernen Märkten möglich, und nicht erst alles in Einkaufstaschen verstauen, die er dann zu seinem Pkw tragen müsse. Das sei nicht mehr zeitgemäß.

Die Pläne stießen allerdings nicht nur auf uneingeschränkte Zustimmung. So gab einer der Anwesenden zu bedenken, dass durch den Neubau gleich drei Aus-und Einfahrten zur Meilinger-Straße entstehen, die ohnehin durch die vielen Pendler schon stark belastet sei.

Hierauf entgegnete Feneberg, dass es mit dem Altenheim bereits Gespräche gäbe, um deren Ein- und Ausfahrt mit zu benutzen. Außerdem werde der neue Markt nachts nicht beliefert, um die Lärmbelastung für die Anwohner so gering wie möglich zu gestalten.

Ein weiterer Zuhörer stellte die Frage in den Raum, warum der neue Markt wieder in der Meilinger-Straße entstehen müsse, nachdem es in Pfronten weitere zehn Ortsteile ohne Einkaufsmöglichkeit gebe. Warum also alles im Zentrum konzentrieren?

Ebenso sei es sehr zu bedauern, dass das ursprüngliche Seniorenkonzept nicht vollständig umgesetzt worden sei und das ehemalige TSV Gelände doch für einen Supermarkt viel zu schade wäre. Darauf habe die Gemeinde aber keinen Einfluss mehr, so einer der Anwesenden, denn der vorige Eigentümer habe das Gelände bereits 2012 an Feneberg verkauft.

Mit der Planung will Feneberg allerdings erst beginnen, wenn alle rechtlichen Grundlagen zum Neubaus geschaffen seien, so Christoph Feneberg. Bis dahin kann es aber noch einige Zeit dauern. Einen konkreten Zeitplan gebe es zur Zeit noch nicht.

Ralph Finger

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