Der Betreuungsbedarf ist da

Mit Kinderpflegerin Tatjana spielen Emil, 21 Monate, und Georg, zweieinhalb Jahre, im Sandkasten der Krippe. Foto: Friedrich

Füssen – Die neue Kinderkrippe St. Gabriel hat seit kurzem ihre Türen geöffnet. Nun machte sich Füssens Bürgermeister Paul Iacob zusammen mit Stadtpfarrer und Dekan Frank Deuring ein Bild von den neuen Räumen. Am Sonntag stellte sich die Krippe auch allen anderen Interessierten vor. 

Fachlich betreut werden insgesamt 30 Kinder bis zu drei Jahren. Die kleinen Mädchen und Buben wurden auf Gruppen Bienen und Schmetterlinge verteilt. Nach Angaben des Katholischen Dekanats in Marktoberdorf „kann unser Kindergarten St. Gabriel mit diesen beiden Krippengruppen in fußnaher Entfernung das Betreuungsangebot für die Familien komplettieren”. Wie Deuring im Rahmen der Führung berichtete, sei schon lange eine Möglichkeit erwünscht gewesen, „auch Kinder unter drei Jahren zu betreuen”. Dies zeigt sich auch bei der Resonanz der Eltern: Beide Gruppen sind bereits voll besetzt. 

Das Katholische Dekanat Marktoberdorf mit Pfarrer Deuring und Geschäftsstellenleiterin Elke Sontheimer standen als Betriebsträger bereit, als die Stadt Füssen einen Träger für eine neue Kindergruppe suchte. Die Stadtverwaltung, die Diözese Augsburg und die Kirchenverwaltung Zu den Acht Seligkeiten fanden als Partner eine Lösung. Für das mit insgesamt 1,3 Millionen Euro veranschlagte Projekt wurde kein Neubau notwendig. Denn die Kirchenverwaltung stellte das ehemalige Pfarrhaus mit dem umliegenden Grundstück zur Verfügung. Im Herbst 2013 konnte mit dem Um- und Anbau begonnen werden. Das jetzt abgeschlossene Projekt wird, wie Sontheimer erläuterte, „zu zirka 70 Prozent von der Regierung Schwaben bezuschusst”. 

Im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses sind Gruppen- und Schlafräume eingerichtet. Besonders das für Krippenkinder speziell gestaltete Bad hat dem Füssener Bürgermeister beim Rundgang gefallen. Die Kinder freuen sich, dass sie in einem über 700 Quadratmeter großen Garten spielen können. Der Sandkasten muss den Mädchen und Buben dabei riesig erscheinen. Die Leitung der Kinderkrippe liege bei Babsie Henle und Sibylle Berktold „in bewährten Händen”, so Deuring mit Hinweis auf die langjährige Zusammenarbeit. Gemeinsam mit der Fachabteilung Kindertagesstätten der Diözese Augsburg, der Fachberatung des Caritasverbandes und der Kindergartenleitung St. Gabriel wurde das Gesamtkonzept der Krippe erarbeitet und an das Konzept des Kindergartens angeknüpft. 

„Es ist für uns selbstverständlich, dass auch in der Krippe Kinder mit und ohne Förderbedarf zusammen betreut werden”, betonte Henle. Ergänzend zum Inklusiven Konzept - der Betreuung und Förderung von Kindern mit Handicap - wird der Einzug des Dominikus-Ringeisen-Werks im ersten Stock des umgebauten Hauses begrüßt. Die Dienststelle ermöglicht Familien Unterstützung in allen Belangen der Behindertenhilfe. Zu den ersten Besuchern der Krippe zählte die Füssener Stadträtin Dr. Anna Derday (FW). „Es ist sehr nett hier”, so ihr Kommentar. „Unser Enkelkind kommt bestimmt gern hierher.” cf

Meistgelesene Artikel

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

Kommentare